Weisses Bräuhaus G. Schneider & Sohn:
Freiheit, Fantasie und Fröhlichkeit

Community Fakten

Gebinde: Mehrwegflasche: 75 Prozent | Einwegflasche: 5 Prozent (nur wenn ökologisch sinnvoll) | Fass: 20 Prozent | Keine Dosen.

Vertriebsgebiete: Deutschland und 34 Exportländer (darunter Europa, Amerika, Fernost, Australien, Neuseeland)

Absatzwege: Gastronomie, Handel, qualifizierter Getränkefachgroßhandel, Partnerbrauereien, eigene Gaststätten.

Gaststätten:

  • Weisses Bräuhaus München, Tal: Das Weisse Bräuhaus im Münchner Tal ist das Stammhaus der Brauerei. Hier braute Firmengründer Georg I. Schneider 1872 die erste Schneider Weisse Original. www.weisses-brauhaus.de

  • Weisses Bräuhaus München, Berg am Laim. www.weissesbrauhaus.de

  • Weisses Bräuhaus, Kelheim. www.weisses-brauhaus-kelheim.de

  • Bräugirgl Restaurant & Bar, Berg am Laim. 

„Freiheit, Fantasie, Fröhlichkeit“ – das ist das Motto des Firmenchefs und Braukünstlers Georg VI. Schneider. Die Schneider Weisse-Spezialitäten tragen seine Handschrift. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Er hat sie persönlich benannt und ihre Ausstattung selbst gestaltet.

• TAP1 Meine blonde Weisse            • TAP2 Mein Kristall

• TAP3 Mein Alkoholfreies                • TAP4 Mein Grünes

• TAP5 Meine Hopfenweisse             • TAP6 Unser Aventinus

• TAP7 Unser Original                        • TAP11 Unsere leichte Weisse

• Schneider Weisse Aventinus Eisbock

Mit der Bezeichnung „TAP“ gibt sich die traditionsreiche Brauerei betont modern. Georg VI. Schneider erklärt: „Ich wollte meine Weissbierspezialitäten durchnummerieren, aber statt ‚Nr.‘ etwas Eigenständiges haben. So kam ich auf TAP. Diese Bezeichnung kommt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet ‚vom Fass‘. Was jeweils ‚on tap‘ ist, das ist gleichzeitig die besondere Empfehlung des Wirtes.

Freiheit, Fantasie und Fröhlichkeit

Ein Flügelfass mit sieben Hähnen steht für sieben Schneider Weisse-Sorten, die 1872 gegründete Weißbierdynastie lebt heute in siebter Generation und auch das Weisse Bräuhaus im Münchner Tal, das Stammhaus der Familienbrauerei, trägt – natürlich – die Hausnummer sieben. Doch die Weißbierbrauerei hat noch mehr zu bieten als diese magische Zahl. Mit rund 100 Mitarbeitern kommt sie auf einen Ausstoß von jährlich 260.000 Hektolitern. Mit dem Export von 20 Prozent des Gesamtausstoßes sucht sich das Weisse Bräuhaus von den tendenziell rückläufigen Bierumsätzen im Inland abzukoppeln. Mit innovativen Sondereditionen versteht es Georg VI. Schneider immer wieder, das Traditionshaus ins Gespräch zu bringen. Dabei scheut er sich nicht, ausgetretene Pfade zu verlassen und völlig neue Trends zu setzen – vom Geschmack der Biere über den intelligenten Vertrieb bis hin zur Gestaltung der Etiketten.

Fragen an Georg Schneider

In welcher Wertewelt sind sie aufgewachsen?

Ich bin in einer bayrisch-barocken und durch und durch christlich geprägten Genusswelt aufgewachsen. Das Vorbild meiner Eltern und Großeltern hat mich sehr geprägt. Ich bin überzeugt davon, dass ein Pfund Vorbild mehr bringt als eine Tonne schlauer Worte. Mein Großvater zum Beispiel hat zwei Staatspleiten erlebt. Er hat das nicht als Katastrophe begriffen, sondern vertrat den Standpunkt: „Ich bin Unternehmer. Ich werde immer etwas brauen.“

Welche Werte sind für sie heute persönlich ganz besonders wichtig? Wofür setzen sie sich leidenschaftlich ein?

Individualität, Authentizität und Lebensfreude. Individuelle Selbstentfaltung ist mir ganz wichtig. Ebenso die Freiheit mich nicht verbiegen zu müssen, denn nur so kann ich mich voll und ganz einbringen. Meine Fröhlichkeit ist geprägt durch das Vorbild meiner Großmutter. Sie verstand es, den Moment zu genießen und dafür dankbar zu sein – und wenn es auch nur Bratkartoffeln waren, die auf dem Tisch standen. Bei mir sind unternehmerische und private Werte deckungsgleich. Ganz einfach deshalb, weil ich ein Vollblutunternehmer bin – mit allen Höhen und Tiefen, mit aller Lust und allem Leid. Wenn Sie das Unternehmen mit Ihrem Familiennamen vertreten, dann muss das auch so sein. Um Werte im Unternehmen zu kommunizieren, müssen Unternehmer oft auftreten wie Wanderprediger. Es geht nicht anders! Sie müssen jeden Tag Vorbild sein, Werte vorleben, über Werte sprechen – vor allem Lust auf Werte machen.

Wie reagieren sie, wenn sich Mitarbeiter oder auch Geschäftspartner nicht nach ihren Wertvorstellungen verhalten?

Konsequent. Wenn jemand hier nur einen Acht-Stunden-Job macht, aber nicht mit Leidenschaft hinter seinem Produkt steht und seine Ideen nicht einbringt, dann ist er für mich der Falsche.

Welche Rolle spielt die Werteebene, wenn Sie neue Mitarbeiter einstellen?

Eine große Rolle. Am liebsten stelle ich Leute ein, die meine Mitarbeiter mir empfohlen haben. Erfahrungsgemäß ist das der erfolgreichste Weg. Die Werteebene stimmt dann zumeist schon. Wenn wir Lehrlinge einstellen, dann möchten wir gerne auch deren Familien kennenlernen. Lebensfreude und Genuss spielen in unserer Wertewelt eine große Rolle, sie müssen aber auch gepaart sein mit Sinn und Verstand – und mit der Tugend des Maßhaltens.

Haben Sie in der jüngeren Zeit (möglicherweise unpopuläre) Entscheidungen getroffen, bei denen Sie sich ganz klar an Ihren Wertvorstellungen orientiert haben? Welche waren das konkret?

Ich habe Geschäftsführer für die Bereiche Marketing, Technik und Logistik sowie Verwaltung und Personal eingesetzt, die ihre Bereiche jeweils komplett verantworten. Das bedeutete im zweiten Schritt, dass ich meine eigene Gattin von einer Aufgabe entbinden musste, die sie viele Jahre lang ausgeführt hatte, die nun aber quer zu diesen neuen Verantwortungsbereichen lag. Das fiel mir nicht leicht, es war aber die logische Folge meiner Entscheidung, und darum mussten wir das so umsetzen.

Welche positiven Effekte Ihrer klaren Werteorientierung sehen Sie schon heute in Ihrem Unternehmen?

Wir erzielen gute Ergebnisse! Unser Umsatz liegt bei rund 25 Millionen Euro, unser Gewinn jährlich zwischen 800.000 und 1 Million Euro. Das hat nicht nur etwas mit unseren Werten zu tun, sondern damit, dass wir einen guten Job machen. Es liegt an der Spezialisierung unseres Unternehmens auf ein Segment. Es liegt an unseren Innovationen.

Welche Werte vermissen Sie in der globalen Wirtschaftswelt am meisten? Welche Art des unmoralischen Handelns empört Sie besonders?

Es wird viel „Nachhaltigkeit“ gepredigt und massiv gegen dieses Prinzip verstoßen. Wer soll die Ausbeutung unserer Ressourcen bezahlen? Unsere Kinder und Kindeskinder werden es sein. Was ich außerdem vermisse, ist Ehrlichkeit, vor allem in der Politik. Dem Wähler wird etwas vorgegaukelt! Die Probleme der Schuldenkrise müssen doch ehrlich kommuniziert werden. Aber das traut sich keiner.

Welche Werte verkörpert für Sie der Deutsche Mittelstand?

Leidenschaft und Fleiß.

Mit welchen gelebten Werten wäre der Mittelstand Ihrer Einschätzung nach noch stärker?

Unser Mittelstand ist großartig. Er sorgt für Vermögen in der Breite. Für eine Volkswirtschaft ist das sehr wichtig. Denn Geld muss fließen! Doch bei aller Leidenschaft und allem Fleiß ist der Mittelstand meiner Meinung nach viel zu leidensfähig. Er duldet zu viel. Er müsste sich viel mutiger wehren gegenüber politischer Ignoranz – zum Beispiel, wenn Steuervergünstigungen wieder einmal nur den Konzernen nutzen, nicht aber den kleinen und mittleren Unternehmen. Der typische Mittelständler ist sich seiner Stärke nicht genug bewusst. Er zettelt keine Revolution an, weil er sagt: „Ich habe keine Zeit, ich muss zum Kunden!“

Der Weg zu den Schneider-Werten

Die Werte des Bräuhauses Schneider sind eng verbunden mit der langen Familiengeschichte, die zugleich eine Unternehmergeschichte ist.

Freiheit und Verantwortung

Den entscheidenden Impuls setzte Schneider Weisse-Gründer Georg I., als er 1855 das Hofbräuhaus pachtete und sich als erster bürgerlicher Weissbierbrauer im Weissen Bräuhaus selbstständig machte. Er wollte Freiheit – und er legte damit gewissermaßen auch den Grundstein einer Dynastie, die für jeden „neuen Georg“ nicht nur Freiheit, sondern auch die Übernahme großer Verantwortung bedeutete. Zwei Mal ist ein Georg Schneider in sehr jungen Jahren verstorben, und zwei Mal haben Gattinnen und Söhne die Ärmel aufgekrempelt, um das Unternehmen weiterzuführen.

„Nach dem Krieg war nicht nur München, sondern auch unsere Münchener Brauerei praktisch vollkommen zerstört. Ein Lebenswerk war eigentlich am Ende. Keiner wusste, ob die Familie weitermacht oder ob wir aufgeben. Aber ein Schneider ist halt ein Überzeugungstäter, also haben wir weitergemacht.“ Georg V. Schneider

Fantasie und Verstand

Traditionell ist ein Georg Schneider nicht nur ein guter Geschäftsmann, sondern hat auch großes künstlerisches Talent. Georg IV. Schneider zum Beispiel war ein begnadeter Organist. Er liebte die Musik von Johann Sebastian Bach – und vielleicht ist er in seiner Unternehmensführung genau so strukturiert vorgegangen wie Bach in seinen Kompositionen. Georg V. Schneider hat sogar Musik studiert, bevor er ins Brauereifach wechselte. Er liebte Wagner, und vielleicht lässt sich die Energie, mit der er den Ausbau der Brauerei vorantrieb, als Wagnerianisch bezeichnen. Georg VI. Schneider nun versteht sich nicht mehr nur als Geschäftsführer der Brauerei, sondern als Braukünstler. Er setzt bei seinen Neukreationen gezielt Kontraste zur Tradition, er experimentiert, auch bei der Gestaltung der Etiketten:

„Die Gestaltung der Flaschenetiketten stammt von mir persönlich. Das ist in meiner Branche – gelinde gesagt – ungewöhnlich. Oder deutlicher: Das macht sonst überhaupt niemand. Damit habe ich einen ganz neuen Weg für Schneider Weisse eingeschlagen, abseits der vorgegebenen Normen.“ Georg VI. Schneider

Fröhlichkeit und die Freude am Genuss

Die Fröhlichkeit feiert man in Bayern gerne mit einem guten Bier. Aber auch die Arbeit geht leichter von der Hand, wenn sie mit guter Laune geleistet wird: „Beim Brauen muss man singen, nur so gerät das Bier“, so hat Alfred von Beckerath diese Weisheit in einer eigenen Kantate festgehalten. Aber auch mit großer Ernsthaftigkeit:

„Die Austauschbarkeit von Managern ist auf Dauer schädlich und die Menschen merken das irgendwann. Ich habe mein Weissbier immer geliebt, ich hätte kein anderes Produkt verkaufen mögen.“ Georg V. Schneider

Wie Werte wirken

„Unser wichtigster Erfolgsfaktor sind unsere Mitarbeiter, denn unseren kompromisslosen Qualitätsgedanken können wir nur mit motivierten, kompetenten und qualitätsbewussten Mitarbeitern umsetzen“, ist Georg VI. Schneider überzeugt. Deshalb setzt er sich für eine Unternehmenskultur ein, die von Vertrauen, Offenheit und Wertschätzung geprägt ist. Auch bei diesen Werten schwingen wieder Freiheit, Fantasie und Fröhlichkeit mit.

Freiheit, weil Georg VI. Schneider regelmäßig Mitarbeitergespräche führt, in denen Zielvereinbarungen besprochen werden. Innerhalb der vorgegebenen Grenzen entscheiden die Mitarbeiter selbstständig. „So haben sie mehr Freiheiten, aber natürlich auch mehr Verantwortung.“

Fantasie blüht da auf, wo Offenheit gelebt wird. Weder für neue Spezialitäten, noch für innovatives Marketing und intelligenten Vertrieb gibt es Patentrezepte. Neue Situationen erfordern immer neue Lösungsansätze. „Mit der richtigen Einstellung ist dies mehr Lust statt Last“, unterstreicht Schneider.

Fröhlichkeit ist nicht das Gegenteil von harter Arbeit, sondern ein Teil von ihr. Georg VI. Schneider ist überzeugt: Transparente Prozesse, ergebnisorientiertes Arbeiten und die fast familiäre Geborgenheit in einem mittelständischen Unternehmen machen Lust auf Leistung.

Die klare Werteorientierung sorgt dafür, dass Mitarbeiter gerne im Weissen Bräuhaus G. Schneider & Sohn arbeiten. Und dafür, dass immer wieder neue, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter für das Unternehmen gewonnen werden.

Schneider: Immer wieder erfrischend neu

Qualität

Regelmäßig gewinnen die Schneider Weisse-Spezialitäten nationale und internationale Wettbewerbe und belegen damit, dass es sich um Weltklasseprodukte handelt. Aber nicht nur an die Herstellung, auch an den Verkauf werden hohe Ansprüche gestellt. So ist das Weisse Bräuhaus G. Schneider & Sohn die einzige Brauerei, die ausschließlich ausgebildete Biersommeliers im Außendienst beschäftigt. „Unser wichtigster Erfolgsfaktor sind unsere Mitarbeiter“, betont Georg VI., „denn einen solch kompromisslosen Qualitätsgedanken kann man nur mit motivierten, kompetenten und qualitätsbewussten Mitarbeitern umsetzen.“

Fantasie

Großen Einfallsreichtum beweist die Brauerei immer wieder, wenn es um die Kreation neuer Sorten geht. Sie trifft damit auf die Kreativität der Kunden, die sich beim jüngsten Relaunch mit ihrer eigenen Fantasie einbringen durften: In zahlreichen Verkostungen aller Spezialitäten des Hauses hat Georg VI. Schneider Freunde, Bierliebhaber und Kunden ihre Geschmacks- und Sinneseindrücke beschreiben lassen. Die Fragestellungen lauteten dabei:

  • Woran erinnert mich dieser Geschmack, womit kann ich ihn assoziieren?

  • Was macht dieses Bier mit mir, wie fühle ich mich dabei?

  • Zu welchen Anlässen und Speisen könnte dieses Bier passen?

„Die Ergebnisse waren recht eindeutig und das wollte ich abbilden. Ich habe versucht, Geschmack zu malen“, erläutert Georg VI. Schneider. Auf Empfehlung eines Künstlers wurden die ursprünglich als Briefingunterlage gedachten Werke zur neuen Etikettengestaltung.

Freiheit

Im Weissen Bräuhaus in München im Tal zeigt Georg VI. Schneider, dass er es mit dem Wert der Freiheit sehr ernst meint. Aus einem fest reservierten Ausschank-Hahn laufen dort Biere aus Brauereien der Initiative „Die Freien Brauer“. „Wer Vielfalt predigt, muss sie auch zulassen: Für mich ist der Hahn der Freien Brauer ein Bekenntnis zu freiem Unternehmertum und ein Manifest für gelebte Bierkultur“, so Georg VI. Schneider. Die Freien Brauer sind ein Zusammenschluss von 36 führenden Privatbrauereien in Deutschland, Österreich und den Niederlanden, die konzernunabhängig und seit Generationen in Familienbesitz sind. Georg Schneider lädt regelmäßig Biere aus diesen Brauereien ins Weisse Bräuhaus ein. Seit 2011 steht er den „Freien Brauern“ selbst als Präsident vor.

Die sieben Werte der Freien Brauer

  1. Große Freiheit: Wir sind freie Unternehmer und unabhängig von Konzernvorgaben.

  2. Persönliche Verantwortung: Wir übernehmen langfristig Verantwortung – als Arbeitgeber und Ausbilder, als Nachwuchsförderer und Geschäftspartner.

  3. Einzigartige Vielfalt: Wir bieten eine besondere Vielfalt herkunftstypischer Geschmackserlebnisse.

  4. Höchste Qualität: Wir brauen Biere mit Charakter – aus besten Rohstoffen.

  5. Saubere Umwelt: Wir setzen uns ein für einen respektvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen.

  6. Echte Tradition: Wir widmen uns unserem Handwerk seit Generationen mit Leidenschaft und Stolz.

  7. Gelebte Heimatverbundenheit: Wir sichern lokale Arbeitsplatze und fordern eine gesunde regionale Wirtschaftsstruktur.

Innovation - Tradition

Georg VI. steht für die intelligente Verknüpfung von Tradition und Innovation. Was für ihn traditionelle Verpflichtung ist im Hinblick auf das Brauverfahren und das Gewähren eines gleich bleibend hohen Qualitätsstandards, ist andererseits die Verpflichtung zur innovativen Unternehmensführung. Ein respektvoller, fairer und partnerschaftlicher Umgang miteinander ist einer der Grundsätze, die nicht nur in der Unternehmensphilosophie festgeschrieben sind, sondern auch täglich gelebt werden.

Fröhlichkeit

Die urbayerische Fröhlichkeit des Bräuhauses zeigt sich in zahlreichen Events – vom Oktoberfest über Wanderungen bis hin zu Sportveranstaltungen. Schneider lässt keine Gelegenheit aus, Genuss und Fröhlichkeit zu zelebrieren. Vielleicht ist die typische Fröhlichkeit der Familie Schneider eine Folge ihrer großen Freiheitsliebe. Oder die Voraussetzung dafür? Immerhin haben etliche Generationen Schneider gezeigt, mit wie viel unerschrockener Fröhlichkeit sie ausgetretene Pfade verlassen: Mathilde Schneider zum Beispiel, übrigens die einzige protestantische Dame in einer durch und durch katholischen Familie, die 1907 kurzerhand das erste Weizenstarkbier der Welt kreierte. Oder heute Georg VI. Schneider, der seine Etiketten fröhlich selbst gestaltet und damit einmal mehr ein Tabu bricht.

Leitsätze

  • Wir sind und bleiben ein unabhängiges, eigenständiges und erfolgsorientiertes Familienunternehmen.

  • Wir sind stets bestrebt, den charakteristischen Geschmack und die hohe Qualität unserer Weissbiere zu erhalten, um den Vorstellungen unseres Gründers gerecht zu werden.

  • Unsere Tradition verpflichtet uns, die Zukunft innovativ zu gestalten.

  • Unser Denken und Handeln in allen Bereichen des Unternehmens wird von höchstem Qualitätsbewusstsein geprägt.

  • Qualitätsdenken geht uns vor Mengendenken.

  • Wir pflegen mit unseren Kunden eine faire, ehrliche und respektvolle Partnerschaft und unterstützen sie bei der Lösung ihrer Probleme.

  • Alle Mitarbeiter der Brauerei sind das Unternehmen. Jeder Einzelne ist Repräsentant des Unternehmens und trägt soziale Verantwortung in allen Bereichen.

  • „Leben und leben lassen“ prägt unser gesellschaftliches Handeln.

  • Als bayerische Brauer und Verfechter des Reinheitsgebotes sind wir auf unsere natürlichen Ressourcen angewiesen und daher zum aktiven Umweltschutz verpflichtet.

  • Mir san Mir.

Werte leben: Die besten Projekte

Umwelt

Vorbildlich ist das Umweltmanagement der Brauerei Schneider: Das Energiekonzept der Brauerei ist auf nachwachsende Rohstoffe ausgerichtet, mit einer Holzhackschnitzelheizung im Kern. Überdies wurde das Weisse Bräuhaus in München im Tal von Ökoprofit München 2009/2010 ausgezeichnet, und zwar für ein neues Konzept zur Reduzierung von Speiseresten. Das Bräuhaus reduzierte die Portionsgrößen „auf ein heute verzehrbares Maß“, senkte die Preise und senkte das Abfallvolumen damit um mindestens 30 Prozent. Damit fallen auch die Entsorgungskosten der Speiseabfälle deutlich geringer aus. Diese Maßnahme bedeutet wiederum, dass bei gleicher Essenszahl umgerechnet pro Tag zwei Spanferkel weniger geschlachtet werden müssen.

Kunst und Kultur

Regelmäßig engagiert sich Georg VI. Schneider für Kunstausstellungen. Dabei stand schon zwei Mal das Thema Bier im Mittelpunkt. Im Jahr 2010 präsentierte der Künstler und Fotograf Joss Bachhofer „eine Hommage an die Zeremonienmeisterinnen des Kontrollverlusts und Hüterinnen des Anstands mit Bedienungen des ‚Weissen Bräuhauses‘ im Tal“. „Ich bin stolz auf unsere Bedienungen und begeistert davon, dass sie einmal wieder im Fokus der Kunst stehen“, sagte Georg VI. Schneider. Er erinnerte daran, dass der Filmmacher, Autor und Maler Herbert Achternbusch ihnen bereits im Jahr 2005 einen Bilderzyklus gewidmet hatte.

„Am Liebsten sitze ich jeden Tag im Weissen Bräuhaus im Tal und warte. Warte auf Einfälle, denn ohne Idee mag ich nichts machen.“ Herbert Achternbusch

„Künstler und Wirtshaus sind vielfältig, unberechenbar, multikulturell, eigenwillig, manchmal grantig, sogar unverschämt und auf ihre Weise trotzdem so liebenswert. Und beide leben in einem sonderbaren symbiotischen Verhältnis. Der Künstler als scharfer Beobachter der Szenen, die sich im Wirtshaus, seinem ‚Wohnzimmer’, abspielen, und das Wirtshaus, das dem Künstler die Bühne für seine Beobachtungen bietet.“ Georg VI. Schneider

Unsere Erfahrung für den Deutschen Mittelstand

  • Man sollte das Produkt lieben, das man herstellt und verkauft.

  • Qualität geht immer vor Menge.

  • Zum richtigen Zeitpunkt die Regeln der Branche brechen – das tut dem Unternehmen gut.

  • Der wichtigste Erfolgsfaktor sind die Mitarbeiter.

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