SSK: Kundenbegeisterung im Mittelpunkt

Geschäftsfelder

Stahlpartner Sülzle Gmbh

Sülzle steht für Stahl. Die Gesellschaft konzentriert sich auf drei Geschäftsfelder: Stahlhandel, Bewehrungstechnik und Stahlbearbeitung. Im Stahlhandel stehen Betonstahl, Matten, Profilstahl, Röhren, Bleche und Flacheisen im Vordergrund. In der Bewehrungstechnik bietet Sülzle das Schneiden, Biegen und Schweißen von Betonstahl in jeder Form an, außerdem Lager- und Listenmatten, Gitterträger, Bewehrungsdraht, Schraubverbindungen und Bauzubehör. Hervorgetan hat sich das Unternehmen insbesondere mit der Herstellung von speziellen Armierungskörben, die das zeitaufwändige Flechten von Randarmierungen und Brüstungen überflüssig macht. Mit seinem Verlegeservice, einem eigenen Fuhrpark und Niederlassungen in Rosenfeld, Denkendorf, Dornstetten, Weißensee, Dußlingen, Nordhausen und Pforzheim, hat sich Sülzle als leistungsstarker und flexibler Partner seiner Kunden etabliert.

Internet: www.suelzle-stahlpartner.de

Tahlpartner Aichach Gmbh, Aichach

2007 wurde die STP Aichach GmbH von Stahlpartner Sülzle und ihrem Partner German Reimer gegründet. Das Unternehmen betreibt im Wittelsbacher Land vor den Toren Münchens einen Betonstahl-Biegebetrieb. Auf 10.000 qm Fläche (davon 4.000 qm überdacht) wird auf modernsten Betonstahlbearbeitungsmaschinen Bewehrungsstahl nach Statikplänen geschnitten, gebogen, geschweißt und termingerecht ausgeliefert. Ein moderner Fuhrpark sorgt für baustellengerechte Belieferung – je nach Bedarf mit oder ohne Ladekran. Ziel sind wirtschaftliche Lösungen zur Optimierung von Baustellen.

Sülzle Nutzeisen Gmbh, Sulz-Bergfelden

Anfang 2010 hat die Stahlpartner Sülzle GmbH zusammen mit ihren Partnern Ralf Grau und Thomas Hiechinger die Sülzle Nutzeisen GmbH mit Sitz in Sulz-Bergfelden gegründet. Nutzeisen ist der Handel mit neuem, gebrauchtem oder deklassiertem Profilstahl für den Baustellenbedarf. Hauptsächlich beliefert Sülzle Nutzeisen Baufirmen im Bereich Spezialtief- und Brückenbau. Hauptprodukte sind Breitflanschträger, DU-Profile für den Berliner Verbau, Spundwände, RI-Pfähle, Bleche, Rohre und Stahleinbauteile aller Art mit allen notwendigen Schweißnachweisen. Diese werden teilweise aus Abbrüchen, Demontagen oder Rücklieferungen von Baustellen gewonnen und professionell aufgearbeitet. Sülzle nimmt gelieferte Profile nach Abschluss der Baumaßnahmen teilweise auch wieder zurück, vermietet Produkte und bietet vor Ort eine direkte Verschweißung des gelieferten Stahls an. Neben dem Handel mit Nutzeisen ist die Firma auch spezialisiert auf das Fertigen und Liefern von Pfosten für Lärmschutzwände.

Kopf-Gruppe, Sulz-Bergfelden

Die Kopf-Gruppe besteht aus insgesamt fünf Gesellschaften, die sich auf verschiedene Fachgebiete spezialisiert haben.

Kopf Anlagenbau: Die Menschen in den Regionen, aber auch die Industriebetriebe brauchen Technologien, um Trinkwasser reinzuhalten und Abwässer aufzubereiten, zu reinigen und dem natürlichen Kreislauf zurückzugeben. Kopf projektiert und realisiert hier die passenden Lösungen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Brunnenausrüstung, Pumpstationen, Hochbehälter, Klärwerksausrüstung, Entsäuerung, Enteisenung, Ultrafiltration, Nanofiltration, auf Wasserkraftanlagen, Geothermie und den Anlagenbau für die Lebensmittelindustrie sowie die Medizintechnik (Reinstmedien).

Kopf RevTec: Wenn es um die Planung und Fertigung von Apparaten, Druckgefäßen, Tanks und Rohrleitungssystemen geht, ist Kopf RevTec der richtige Ansprechpartner. Das Unternehmen hat sich spezialisiert auf Behälterbau, Apparatebau, Reinigungsanlagen, Förderleitsysteme und Verfahrenstechnik für Wasser, Luft und Gasbehandlung.

Kopf Technische Gebäudeausrüstung: Das Unternehmen Kopf Technische Gebäudeausrüstung entwickelt effiziente Energie- und Sanitärkonzepte für Industrie, Kommunen und Privathaushalte. Zu den Tätigkeitsfeldern zählen Energie-/Wärmeerzeugung, Energie-/Wärmeverteilung, Energie-/Wärmerückgewinnung, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), Kühl- und Kaltwasseranlagen, Heizungsanlagen, Klimatisierung und Lüftung sowie Sanitäranlagen und Badgestaltung.

Kopf Solar: Das auf Sonnenenergie spezialisierte Unternehmen Kopf Solar plant, realisiert und betreut leistungsfähige Photovoltaikanlagen. Es verfügt über umfassendes Know-how und jahrzehntelange Erfahrung.

Kopf SynGas: Mit dem patentierten Vergasungsverfahren der Firma Kopf SynGas können Betreiber von Kläranlagen Energie und Wertstoffe direkt aus dem Klärschlamm gewinnen. Seit 2009 besteht eine Partnerschaft und enge Zusamenarbeit mit der Avat Automation GmbH aus Tübingen.

Kundenbegeisterung im Mittelpunkt

Die SSK-Unternehmensgruppe wird in der vierten Generation geführt von der Inhaberfamilie Sülzle. Sie besteht aus den Unternehmen Stahlpartner Sülzle, Stahlpartner Aichach, Sülzle Nutzeisen und aus der Kopf-Gruppe. In Baden-Württemberg, Bayern und Thüringen arbeitet die SSK-Gruppe an insgesamt elf Standorten und beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter.

Die Beziehung der SSK-Unternehmensgruppe zu ihren Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern ist getragen durch eine klare Werteorientierung, bei der die Begeisterung der Kunden im Zentrum steht.

Die große Bedeutung nicht nur unternehmerischer, sondern auch sozialer und ökologischer Werte zeigt sich in den Geschäftsfeldern, auf die sich die SSK Unternehmensgruppe spezialisiert hat: Neben Stahl sind dies Energie und Umwelt – Bereiche, die in Zukunft eine immer größere Bedeutung haben werden.

Fragen an Heinrich Sülzle

In welcher Wertewelt sind Sie aufgewachsen?

Unsere Familie ist sehr von der Arbeit in der Firma geprägt. Die Pflicht stand immer im Vordergrund. Meine Geschwister und ich sind gewissermaßen im Betrieb aufgewachsen. Wir haben über dem Ladengeschäft gewohnt und haben hautnah mitbekommen, wie hart und wie lange die Eltern gearbeitet haben. Das Geschäft stand immer an erster Stelle. Die Kraft zur Erfüllung dieser Pflicht kam und kommt einerseits aus einem tiefen Gottvertrauen. „Ora et labora“ hieß es immer bei uns, „bete und arbeite“. Andererseits aus der Familie selbst. Wir haben immer zusammen gestanden und wir haben immer gemeinsam die Ärmel hochgekrempelt, wenn es etwas zu bewältigen gab – etwa den plötzlichen Tod unseres Vaters Helmut Sülzle im Jahr 1988. Mitgeholfen hat hier nicht nur die engste Familie, sondern auch Onkel, Tanten, Vettern und Cousinen. Wir sind in unserer ganzen Familie stark verbunden mit großem Respekt und mit großer Akzeptanz. Neben dieser gemeinsamen Pflichterfüllung stand immer auch eine große Portion Mut. Mut, etwas Neues zu wagen oder etwas anders zu machen. So arbeitete unser Unternehmensgründer Wilhelm Christian Sülzle bereits zu Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert mit bis zu vier Meter großen, waagrecht liegenden Zahnrädern, die, durch Ochsen gezogen, eine 500-fache Übersetzung ermöglichten. Und er ließ sich Laufräder bauen, um seine Kunden schneller zu erreichen. Sein Sohn erfand einen Pflug, der schräge Flächen bearbeiten konnte, so dass in unserer Region zehn Prozent mehr Fläche genutzt werden konnte. Dass wir heute einen so großen Unternehmensverbund aufbauen konnten, hat ebenfalls mit harter Arbeit mit viel Mut, aber auch mit Glück und Gottes Segen zu tun. Ich schaue mit großer Dankbarkeit auf die heutige Entwicklung.

Welche Werte sind für Sie heute persönlich ganz besonders wichtig? Wofür setzen Sie sich leidenschaftlich ein?

Für mich persönlich spielt noch immer die aus der Tradition geerbte Verpflichtung gegenüber dem Geschäft eine große Rolle. Damit einher geht eine gewisse Haltung, die immer noch der Haltung der mittelalterlichen Handwerkszünfte entspricht: Anstand, Fleiß, Ausdauer und Ehrlichkeit haben Priorität. Für mich als Unternehmer spielt neben diesen Sekundärtugenden natürlich die Kardinaltugend des Mutes eine zentrale Rolle. Mutig handeln kann ich deshalb, weil ich meinen Geschäftspartnern und Mitarbeitern vertraue. Ohne Vertrauen könnte man ein solch großes Firmenkonstrukt wie die SSK-Unternehmensgruppe nicht führen. Würde ich immer glauben, dass mich jemand hintergeht, dann müsste ich nur noch prüfen und kontrollieren. Ohne Vertrauen geht gar nichts. In jüngerer Zeit werden für mich selbst und für die Mitarbeiter unserer Unternehmen auch andere Werte wichtiger, zum Beispiel der Wert der Gesundheit.

Wie reagieren Sie, wenn sich Mitarbeiter oder auch Geschäftspartner nicht nach Ihren Wertvorstellungen verhalten?

Konsequent. Wenn ich sehe, dass jemand mein Vertrauen missbraucht, folgt die Trennung.

Welche Rolle spielt die Werteebene, wenn Sie neue Mitarbeiter einstellen?

Die Werteebene spielt eine große Rolle. Einerseits achten wir die persönlichen Wertvorstellungen unserer Mitarbeiter. Andererseits achten wir auch darauf, dass neue Mitarbeiter zu unserer Wertewelt passen. Das lässt sich oftmals nicht im Vorstellungsgespräch herausfinden, in dem wir unsere Werte immer auch vorstellen. Das zeigt sich innerhalb der Probezeit. Grundsätzlich sind unsere Unternehmenswerte so definiert, dass sie einerseits zuverlässige Leistung und einen fairen Umgang miteinander fordern. Andererseits öffnen sie unseren Mitarbeitern Freiräume, ihre Kreativität und Dynamik einzubringen.

Haben Sie in der jüngeren Zeit (möglicherweise unpopuläre) Entscheidungen getroffen, bei denen Sie sich ganz klar an Ihren Wertvorstellungen orientiert haben? Welche waren das konkret?

In der jüngsten Vergangenheit haben wir uns von Mitarbeitern getrennt, die ganz klar gegen die vorgegebenen Werte verstoßen haben – und das wiederholt. Leider!

Welche positiven Effekte Ihrer klaren Werteorientierung sehen Sie schon heute in Ihrem Unternehmen?

Obwohl uns die Preisentwicklungen der Stahlbranche manchmal in Atem halten, geht es der SSK-Gruppe gut. Unsere konsequente Kundenorientierung zahlt sich also aus. Dass sich auch unsere starke Mitarbeiterorientierung auszahlt, sehen wir an der sehr geringen Fluktuation. Wir haben etliche Mitarbeiter, die seit zehn Jahren im Betrieb sind, einige seit zwanzig Jahren und vereinzelt auch Mitarbeiter, die dreißig Jahre dabei sind. Ihnen gilt unsere besondere Anerkennung.

Welche Werte vermissen Sie in der globalen Wirtschaftswelt am meisten? Welche Art des unmoralischen Handelns empört Sie besonders?

In den vergangenen Jahren haben viele Menschen über ihre Verhältnisse gelebt. Die Finanzbranche hat daraus ein Geschäft gemacht. Doch deren Produkte hatten mit normaler Wertschöpfung gar nichts mehr zu tun. Etwas Sinnvolles herstellen und verkaufen – das ist doch die Normalität. Wir Mittelständler haben das immer gewusst, und doch werden auch wir in Mitleidenschaft gezogen. Mein Appell: „Nicht alles um jeden Preis!“ Wir müssen langfristig denken. Wir müssen sinnvolle Dinge tun. Wir müssen etwas Werthaltiges schaffen – statt leerer Spekulationsblasen.

Welche Werte verkörpert für Sie der Deutsche Mittelstand?

Innovation, Flexibilität, Effektivität, Lösungsorientierung und Zuverlässigkeit. Das sind alles sehr schwäbische Tugenden! Diese Tugenden machen unseren Erfolg aus. Wir müssen uns diese Tugenden bewahren. Vor allem die Zuverlässigkeit. Es ist zentral, sich auf jemanden verlassen zu können. Ich muss sicher sein, dass mein Gegenüber es mir rechtzeitig sagt, wenn etwas schief geht.

Mit welchen gelebten Werten wäre der Mittelstand Ihrer Einschätzung nach noch stärker?

Ich denke, dass der deutsche Mittelstand noch stärker wäre, wenn er Mut zu mehr Mut hätte.

Der Weg zu den SSK-Werten

Im Jahr 2008 hat Stahlpartner Sülzle die Unternehmesgruppe Kopf übernommen. Damals stand Sülzle vor der Aufgabe, 165 eigene Mitarbeiter mit 120 neuen Mitarbeitern zusammenzuführen. „Wir wollten dies auf der Grundlage der Werte tun, die uns wichtig waren – und noch immer sind“, erklärt Geschäftsführer Heinrich Sülzle. Damit folgt das Unternehmen dem, was schon Konfuzius wusste:

Sülzle hat seine Unternehmenswerte dort gesucht, wo sie täglich gelebt werden: in den Büros, in den Lagerhallen und Werkstätten – bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst. In enger Zusammenarbeit mit dem SchmidtColleg haben ausgewählte Fach- und Führungskräfte der Unternehmen Sülzle, Stahlpartner und Kopf in einer Reihe von Workshops einen Katalog der zwölf Werte zusammengestellt, die für sie am meisten zählen. Auf Grundlage dieser Werte wurden in einem weiteren Workshop dann die Firmenwerte erarbeitet, auf die sich die gesamte SSK-Gruppe von nun an offiziell berufen wollte. Im nächsten Schritt wurden diese Werte im Kreis der Geschäftsführung detailliert beschrieben. Dieses Ergebnis wiederum ist in Führungskreisen vorgestellt und diskutiert worden, bis es schließlich an die Basis weiter gegeben wurde und hier seinen eigentlichen Zweck erfüllen konnte:

„Unsere Werte sollen jedem im Unternehmen Orientierung geben– jeden Tag.“ Heinrich Sülzle, Geschäftsführer der Stahlpartner Sülzle GmbH

Damit die SSK-Wertvorstellungen bei jedem Mitarbeiter in der wachsenden Unternehmensgruppe ankommen, wählt Sülzle für jeden Monat des Jahres einen „Wert des Monats“ aus, der mit einer – je nach Thema – inspirierenden bis humorvollen Illustration und mit einem Leitspruch versehen wird. Die Mitarbeiter der SSK-Gruppe können sich die „Werte des Monats“ als Bildschirmschoner auf ihre PCs aufspielen. Die Erfahrung zeigt, dass sie dies nicht nur gerne tun, sondern die verschiedenen „SSKWerte des Monats“ sogar sammeln und dann als kleine Dia-Show ablaufen lassen.

SSK: Kundenbegeisterung im Mittelpunkt

Die Unternehmenswerte stellen die Basis für die Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und mit der Öffentlichkeit dar und sind das Credo aller SSK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. Das Ziel aller Menschen bei SSK ist es, die Unternehmensphilosophie und ihre Werte mit Leben zu füllen.

Kundenbegeisterung

Im Mittelpunkt der SSK-Wertewelt steht die Begeisterung der Kunden. Da es sich bei diesen Kunden um sehr bodenständige Unternehmen, Kommunen und Privatleute aus Süddeutschland handelt, um (Groß-)Baustellen im Hoch- und Tiefbau, um Klär- oder Solaranlagen, begeistert die SSK-Gruppe mit bodenständigen Werten wie Ehrlichkeit, aber auch mit ihrem Mut, immer wieder etwas Neues zu wagen, von dem die Kunden letztendlich profitieren. Nicht zuletzt aber überzeugen die über 300 Mitarbeiter der SSK-Gruppe ihre Kunden damit, dass es ihnen immer wieder Spaß macht, Herausforderungen anzunehmen und sehr gute Leistungen zu erbringen.

Ehrlichkeit

Der Grundwert der Ehrlichkeit steht an erster Stelle. Für die SSK-Gruppe zeigt sich Ehrlichkeit in drei tragenden Tugenden: Zuverlässigkeit, Gerechtigkeit und Vertrauen. Gerade bei Großbaustellen ist eine zuverlässige und pünktliche Lieferung entscheidend. Experten arbeiten Hand in Hand. Verzögert sich eine Lieferung, dann schlägt das auf viele weitere Bauschritte durch. Gerechtigkeit zeigt sich in einer partnerschaftlichen, vertrauensvollen und fairen Zusammenarbeit. Nur so lassen sich langfristige und tragfähige Beziehungen zu Kunden und zu Geschäftspartnern aufbauen, auf die insbesondere die Baubranche zunehmend angewiesen ist. Vertrauen ist die Grundlage einer Zusammenarbeit, die sich durch einen aufrichtigen und offenen Umgang miteinander auszeichnet. Probleme müssen angesprochen werden, damit man sie lösen kann. Auf dieser Grundlage entsteht eine Loyalität, die Geschäftsbeziehungen über viele Jahre tragen kann.

Mut

Mut spielt innerhalb der gesamten SSK-Gruppe eine zentrale Rolle. Er soll sich zeigen in einem hohen Maß an Motivation, Kreativität und Dynamik. „Wir wollen das, was wir machen, gut machen. Dann kommt auch der Erfolg“, unterstreicht Heinrich Sülzle. Nicht durch hohe Renditen ist die SSK-Gruppe motiviert, sondern durch „das vernünftige, bestmögliche Geschäft“. Kreativität bezieht sich in der Stahl- und Baubranche auf neue Lösungen, mit denen Kunden noch effizienter, schneller und sicherer bauen können. Sie bezieht sich aber auch auf die Erschließung völlig unbekannter Geschäftsfelder, wie etwa die Vergasung von Klärschlamm oder der Handel mit gebrauchtem Profilstahl. Die Entwicklung der SSK-Gruppe zeigt eine starke Dynamik. „Wir wollen zwar Dynamik, aber kein dynamisches Wachstum um jeden Preis. Wir streben ein stabiles und solides Wachstum an“, stellt Heinrich Sülzle klar. In einem gesunden Unternehmen muss Mut immer gepaart sein mit Klugheit und Weitblick.

Gesundheit

Ein Unternehmen kann immer nur so leistungsfähig sein wie seine Mitarbeiter. Deshalb hat die SSK-Gruppe Gesundheit als zentralen Wert definiert. Dieser Wert umfasst Optimismus, Freude und Familie. Nur mit Optimismus ist es möglich, mutig, innovativ und zukunftsorientiert zu handeln. Selbstverständlich muss positives Denken dabei immer Hand in Hand mit gesundem Menschenverstand gehen. Freude ist der Motor für eine Arbeit, die sich auszeichnet durch ein hohes Maß an Engagement und Energie. Genau das ist das Tröpfchen Öl, das in einer Geschäftsbeziehung Wunder tut. Der starke Rückhalt in der Familie ist ein Hauptgrund dafür, dass die heutige Unternehmergeneration Sülzle auf eine 130jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken kann. Genau wie die Inhaberfamilie sollen auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Familien Kraft schöpfen und Balance finden können.

Wie Werte wirken

Innerhalb der SSK-Gruppe haben die gelebten Werte zu vielen positiven Wirkungen geführt. Einige Beispiele:

Mut zu Innovationen

Die gesamte SSK-Gruppe setzt auf umweltschonende Konzepte, die darüber hinaus wirtschaftlich überzeugen. Der Fokus unserer Arbeit ist dabei stets derselbe: Wir schonen die vorhandenen Ressourcen, indem wir sie so effizient wie möglich einsetzen. Insbesondere die Kopf-Gruppe widmet sich innovativen Technologien, die sich am Markt noch durchsetzen müssen. Um Kunden und Geschäftspartner über die neuesten Entwicklungen in der Klärschlammvergasung, der Abgasreinigung und im Bereich der Bioenergieanlagen zu informieren, veranstaltet die SSK-Gruppe zum Beispiel „Kopf Umwelttage“. Wissenschaftler und Praktiker referieren in verschiedenen Vorträgen über Themen, die einerseits über die ökologischen Herausforderungen der Zukunft aufklären und andererseits Verbindungen zu den Kompetenzen der Kopf-Gruppe herstellen.

Ehrlichkeit als starke Basis

Die Stahlpartner Sülzle GmbH hat Anfang 2010 ein völlig neues Unternehmen gegründet und ein neues Konzept gewagt: Die Sülzle Nutzeisen GmbH. Neu deshalb, weil Sülzle mit Ralf Grau und Thomas Hiechinger zwei erfolgreiche Führungskräfte aus der Branche kurzerhand zu Unternehmern im Firmenverbund gemacht hat. Neu auch, weil hier ein Unternehmensmodell so realisiert wurde, wie es noch niemand zuvor in dieser Dimension gewagt hat. Auf 25.000 Quadratmetern wurde ein Außenlager mit drei Portalkränen mit 36 Metern Spannweite, drei Produktionshallen und ein Bürokomplex errichtet. „Wir haben über Ideen und mögliche Perspektiven ganz offen und unkompliziert gesprochen und eine erfolgreiche, neue Partnerschaft geschlossen“, blickt Heinrich Sülzle zurück. „Das geht nur mit Vertrauen – einem Wert, der eng mit Ehrlichkeit verknüpft ist.“ Dass Ehrlichkeit zu einer großen Loyalität führt, zeigt die äußerst geringe Fluktuation innerhalb der SSK-Gruppe. Etliche Mitarbeiter sind seit Jahrzehnten im Betrieb. Gerhard Reich (links) ist als Stahlhandelskaufmann seit 1981 im Betrieb. Ralf Vökle arbeitet seit 1979 als Bilanzbuchhalter.

Gesundheit für alle

In Zusammenarbeit mit dem SchmidtColleg bietet die SSK-Gruppe einen Gesundheitscheck für alle Mitarbeiter an. Auf dem Programm stehen dabei eine Blut- und Fitnessanalyse, ein professioneller Check-up bis zur nachhaltigen Unterstützung der Umsetzung – individuell und vertraulich. Die Checks erfolgen auf freiwilliger Basis. Im September 2010, kurz nach dem Start des Business-Health-Programms, hatten schon 130 Mitarbeiter teilgenommen. „Das zeigt, wie stark das Interesse über den eigenen Gesundheitszustand und der Wunsch nach mehr Vitalität und Wohlbefinden ist“, erklärt Heinrich Sülzle. Er sieht bereits deutliche Veränderungen im Unternehmen. So kommen immer mehr Mitarbeiter mit dem Fahrrad, oder sie machen sich mehr Gedanken über eine gesunde Ernährung. „Ich sehe viele kleine Schritte in die richtige Richtung. Das finde ich gut“, sagt Sülzle. „Es muss ja nicht immer gleich ein Marathon sein.“

„Gesundheit kann man nicht kaufen.“ Heinrich Sülzle, Geschäftsführer der Stahlpartner Sülzle GmbH

Leitsätze

Ziel: Immer zwei Gewinner

Schon seit 2004 hat sich Stahlpartner Sülzle der Zwei-Gewinner-Strategie verschrieben. Auf Basis dieser Strategie wurde vier Jahre später das große Werte-Rad entwickelt, doch die Zwei-Gewinner-Strategie ist bis heute gültig und aktuell. Hinter der Strategie steht die Idee, dass eine klare Werteorientierung zu einem direkten Effekt auf die SSK-Gruppe selbst und auf die Ergebnisse für den Kunden führt. Und zwar im Hinblick auf sechs verschiedene Dimensionen:

Partnerschaft und Verantwortung: Offen, ehrlich und vertrauensvoll – so soll der Umgang aussehen, den Sülzle im eigenen Haus und im Kontakt mit seinen Kunden pflegt. Beide Werte sind als Elemente des Grundwertes Ehrlichkeit in das neue Wertekonzept des Unternehmens eingegangen.

Mensch und Leistung: Wertschätzend, respektvoll, engagiert – sowohl Mitarbeiter als auch Kunden des Unternehmens sollen sich mit ihrer gesamten Energie ein bringen können und entsprechend gewürdigt werden. Diese Werte sind in das neue Wertekonzept als Elemente des Einstellungswertes Gesundheit eingegangen.

Qualität und Perspektive: Hier stehen Kreativität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter im Fokus – Werte, die letztendlich zum Erfolg des Unternehmens und zur Begeisterung der Kunden führen. Beide Werte sind heute Teil des Veränderungswertes Mut; die Kundenbegeisterung ist zusätzlich zum Kern des gesamten Werterades avanciert. „Werden die postulierten Werte konsequent gelebt, profitieren alle“, ist Heinrich Sülzle überzeugt. Es gewinnt nicht nur die SSK-Gruppe, sondern auch jeweils der Kunde, der Mitarbeiter, der Lieferant oder Geschäftspartner und nicht zuletzt die gesamte Region, in der sich die Gruppe engagiert.

Werte leben: Die besten Projekte

Dass sich Sülzle für die Gesellschaft einsetzt, ist für die Inhaberfamilie und das Unternehmen eine Selbstverständlichkeit. Besonders erwähnenswert ist hier der humanitäre Einsatz von Maria Sülzle (1900 bis 1985) für Einheimische, aber auch für französische Kriegsgefangene während des Dritten Reiches, während des Krieges und in der Nachkriegszeit. Sie war bekannt und geschätzt als die „Mutter Rosenfelds“.

Soziales Engagement

Das soziale Engagement ist der SSK-Gruppe bis heute ein großes Anliegen. Im Fokus stehen heute regionale Initiativen wie die „Gruppe Kleeblatt“ der Diakonie aus Balingen, die Alleinerziehende unterstützt. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen mit Geldspenden für internationale Projekte, zum Beispiel in Lima. Hier ermöglichen das Kinderwerk Lima und die in Lima ansässige „Johannes-Gutenberg-Schule“ 1.600 Kindern aus Elendsvierteln eine Schulbildung und medizinische Betreuung.

Sport-Sponsoring

Seit drei Jahren unterstützt die SSK-Unternehmensgruppe die Fußball-Abteilung des TSG Balingen als Sponsor. Dazu zählen die erste Mannschaft, die in der Oberliga spielt, die zweite Mannschaft, die in der Landesliga spielt und die Jugendmannschaften, die mittlerweile alle in die höchste Liga in Baden-Württemberg aufgestiegen sind. „Der Verein vertraut jungen Spielern aus der Region, er beschreitet einen wirtschaftlich gesunden Weg und bringt Spitzenleistungen – das passt zu den SSK-Werten“, unterstreicht Heinrich Sülzle. Gleichzeitig verhilft der TSG Balingen dem Unternehmen zu mehr Präsenz in der Region. Als besonders wirkungsvoll hat sich der „SSK-Cup“ erwiesen, der im Sommer 2011 in die zweite Runde gehen konnte. Hier bieten Verein und Unternehmensgruppe dem Fußballnachwuchs die Chance, gegen etablierte Mannschaften wie zum Beispiel die „Stuttgarter Kickers“ anzutreten. Um das ehrenamtliche Engagement der Vereine in der Region zu würdigen, startet SSK immer wieder auch besondere Events. So lud das Unternehmen rund 200 jugendliche Nachwuchskicker aus der Region des kleinen Heubergs zu einem Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld in die Mercedes-Benz-Arena ein. „Ausgestattet mit eigens bedruckten T-Shirts und zahlreichen Fan-Utensilien, unterstützten die Nachwuchskicker ihre Stuttgarter Mannschaft nach Leibeskräften. Auch wenn es letztendlich nur zu einem Unentschieden reichte, hatten die Jugendlichen eine Menge Spaß und feierten die Punkteteilung auf der Rückfahrt fast wie einen Sieg“, berichtet die SSK-Unternehmenszeitung.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Ihr Engagement für die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit unterstreicht die SSK-Gruppe durch eine Kooperation mit dem Umweltmultimediaprojekt Fideldidu – Kinder, Natur, Abenteuer (www.fideldidu.de). Im Mittelpunkt des Projektes steht der Elf Fideldidu, der Kinder von drei bis zwölf Jahren in ihrer mythischen Welt abholt und ihnen die ökologischen und naturwissenschaftlichen Zusammenhänge in ihrer realen Welt auf kindgerechte Art erklärt. Das Ziel des Projektes Fideldidu ist es, „Kindern mithilfe der Elfenwelt zu lehren, die wunderbare Natur mit all ihrer Pflanzen- und Tiervielfalt wertzuschätzen“. Kinder sollen sich als ein Teil dieser Natur wissen, sie sollen ihr mit Achtung begegnen und schon früh erfahren, wie neue Bauweisen aussehen könnten, was neue Mobilität ist und wie neue Ernährung, neue Energieversorgung und neue Entsorgung ihr Leben positiv verändern könnten. Im Herbst 2010 wurde Fideldidu von der Unesco offiziell als Dekadeprojekt für Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2010–2011 ausgezeichnet. Fideldidu darf offiziell das Logo der Weltdekade verwenden. „Wir sehen eine enge Verbindung zwischen den Projektzielen von Fideldidu und den Geschäftsfeldern der Kopf-Gesellschaften, vor allem zu Solarenergie und Wasser“, erklärt Heinrich Sülzle. Durch das Engagement als Premiumsponsor möchte die SSK-Gruppe sich einerseits für wichtige, aktuelle Themen einsetzen, andererseits aber auch gezielt Aufmerksamkeit auf die Produkte der Kopf-Gruppe lenken. Nicht zuletzt geht es darum, „gute Mitarbeiter zu finden und zu binden“, so Heinrich Sülzle. „Der Erfolg unseres Unternehmens hängt von engagierten Mitarbeitern ab. Ich kann kurbeln – aber die anderen müssen Gas geben!“

Unsere Erfahrung für den Deutschen Mittelstand

  • Eine starke innere Haltung der Inhaberfamilie kann ein Unternehmen über Jahrhunderte festigen.

  • In jeder neuen Unternehmergeneration kann es sich als sinnvoll erweisen, das Unternehmen neu zu strukturieren, damit jeder seine persönlichen Stärken und Talente einbringen kann.

  • Wenn Unternehmen fusionieren, brauchen alte und neue Mitarbeiter eine starke Wertebasis, auf der sie zusammenwachsen und auf der sie zusammen wachsen können.

  • Ein Unternehmen muss mutig und dynamisch wachsen, um sich eine starke Marktposition zu sichern. Aber nicht um jeden Preis.

  • Wer Innovationen auf den Markt bringt, braucht Weitsicht und einen langen Atem.

  • Ein starkes Engagement in der Region bringt alle gemeinsam voran.

  • Ohne Vertrauen geht gar nichts.

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