Salon HaarSchneider:
Erfolg ist planbar

Community Fakten

 

 

Salon HaarSchneider

Mitarbeiter: 23

Davon Auszubildende: 3

Umsatz: 1 Mio. Euro

Kunden: 1.800 pro Monat

Adresse: Kirchstraße 2 | 02977 Hoyerswerda

Internet: www.haarschneider.info

Erfolg ist planbar

HaarSchneider bewegt sich in einer Branche, die nicht einfach ist. Schon gar nicht am Standort Hoyerswerda, unweit der Grenzen zu Polen und Tschechien. Erschwerend kommt hinzu, dass nur gut 60 % der Deutschen zu einem Friseur gehen. Der Rest sieht einen Friseursalon nie von innen. In Hoyerswerda gibt es derzeit 44 Friseursalons für 32.000 Einwohner (vor der Wende lebten 72.000 Menschen in der Stadt). Nimmt man die vorstehenden Zahlen als Grundlage, dann hat jeder Friseur in der sächsischen Kleinstadt ein Potenzial von gerade einmal 460 Kunden. Damit lässt sich ein 20-Mann-Betrieb nicht führen. HaarSchneider bietet mehr als andere. Dafür wurde HaarSchneider 2012 von der führenden Branchen-Fachzeitschrift „Top Hair“ als einer der drei deutschen Top-Salons in der Kategorie der größeren Friseursalons ausgezeichnet. Das Konzept, die Qualität der Dienstleistung und der daraus resultierende wirtschaftliche Erfolg überzeugten die unabhängige Jury. Heiko Schneider und sein Team setzen sich gegen Traditionsbetriebe in Ballungszentren und Modemetropolen durch, die teilweise zehnmal so lange bestehen wie er.

Heiko Schneider:
Ich mache andere erfolgreich

Heiko Schneider (sein persönlicher Name liefert für den Firmennamen HaarSchneider eine exzellente Steilvorlage) hatte zunächst mit der Friseurkunst nichts am Hut. In der ehemaligen DDR absolvierte er von 1985 bis 1988 eine Ausbildung zum Elektronikfacharbeiter. Eigentlich wollte er nach der Armeezeit Sport studieren, aber ein Unfall machte diese Hoffnung zunichte.

So absolvierte er eine zweite Ausbildung als Friseur und eröffnete nach der Wende mit seiner Mutter einen Friseursalon in der 5000-Seelen-Gemeinde Lauta, unweit dem heutigen Standort Hoyerswerda. In der Folgezeit beschäftigte er sich auch mit Hard- und Software und beriet Unternehmen im Friseurhandwerk, aber auch branchenfremde Betriebe in diesem Bereich, ehe er 2004 wieder seine Liebe zum eigenen Salon entdeckte.

Vom Friseursalon zur Marke

Er begann mit zwei Mitarbeiterinnen – und damit mit einem der typischen und durchschnittlichen Friseurbetriebe, wie man sie landauf, landab kennt. Aber: Er blieb nicht stehen, innerhalb von sieben Jahren verzehnfachte er die Zahl seiner Mitarbeiter, gründete 2009 die Firma HaarSchneider Consulting und gehört heute deutschlandweit zu den Top-Unternehmern seiner Branche. Heiko Schneider hat sich seit seinen Anfängen von einem einfachen Friseursalon zu einer eigenständigen Marke entwickelt.

Mit seiner Erfahrung hält er dabei nicht hinterm Berg. Als gefragter Coach im Bereich Mitarbeiterführung gibt er weiter, was ihn vorangebracht hat und auch weiterhin on top hält. Als Referent zu Themen wie „Suchen Sie noch Mitarbeiter oder finden die Besten alleine zu Ihnen?“ begeistert er seine Zuhörer. Und er berät auch schon mal seine Branchen-Kollegen in Sachen erfolgreiche Führung eines Friseursalons. Seine Kommunikations- und Führungstrainings sind gerade für kleine und mittelständische Unternehmen Erfolg versprechend und das auch außerhalb der Friseurbranche. Darin vermittelt er, was er schon seit Jahren praktiziert: Wie man Mitarbeiter motiviert und Teams entwickelt, Jahreszielpläne gemeinsam im Team macht und eine regionale Marke kontinuierlich aufbaut und pflegt, gemäß seinem Motto: Erfolg ist planbar!

Fragen an Heiko Schneider

Herr Schneider, welche Rolle spielen Fort- und Weiterbildung in Ihren Bemühungen um Exzellenz?

Fort- und Weiterbildung sind die Basis für unseren Erfolg. Das ‚Mehr‘ an Weiterbildung, wir geben doppelt so viel Geld für Weiterbildung aus als der Durchschnitt unserer Branche, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Der hohe Grad an Aus- und Weiterbildung aller unserer Mitarbeiter ist eines unserer Alleinstellungsmerkmale. Unsere Mitarbeiter haben gemerkt, wie sie durch mehr Wissen, ob im fachlichen Bereich oder in der Persönlichkeitsentwicklung, erfolgreicher werden.

Wie sieht Ihr gemeinsames Streben nach Exzellenz im betrieblichen Alltag aus?

Ich kann mich auf eine starke Führungsmannschaft verlassen. Alle sechs Führungskräfte haben das Seminar FührungskräfteEnergie besucht und wissen, dass es auf ein funktionierendes System ankommt, will man exzellent sein. Sie verstehen meine Philosophie und haben diese im Sinne des gesamten Unternehmens verinnerlicht. So sorgt jeder von ihnen dafür, dass Exzellenz im Arbeitsalltag gelebt wird, jeder weiß aber auch, dass sie täglich neu erarbeitet werden muss.

Gelten Sie in Ihrer Branche als „Größe“?

Friseurbetriebe sind regional tätige Unternehmen. Unser Einzugsbereich beträgt 60 Kilometer und da sind wir Marktführer. Nicht zuletzt deshalb, weil es in dieser Organisationsform kein weiteres Unternehmen zwischen Dresden und Berlin mit so vielen Mitarbeitern gibt. Aber auch national sind wir durch die vielen Auszeichnungen für unser Konzept, unseren Herrensalon und unsere Marketingaktivitäten keine Unbekannten mehr.

Haben Sie in Ihrem Team echte „Koryphäen“?

Ja, gleich mehrere. Kathleen als exzellente Salonleiterin, Kati als Farbspezialist mit der höchstmöglichen Ausbildung in der Branche, Madlen als exzellente Salonorganisatorin, Christin, unser Organisationstalent für Events, und Annelie mit ihrer außergewöhnlichen Kreativität. Ich könnte jetzt von allen Mitarbeitern exzellente Eigenschaften aufzählen. Wir suchen konsequent nach den Stärken unserer Mitarbeiter und wenn wir diese gefunden haben, entwickeln wir sie auf das Niveau der Exzellenz.

Durch Exzellenz in welchem Bereich unterscheiden Sie sich tatsächlich vom Durchschnitt Ihrer Wettbewerber?

Im fachlichen Bereich im Moment in der Haarfarbe und im schnellen Erkennen neuer Trends. Im Bereich der Unternehmensführung durch unsere Professionalität. Eine Vielzahl von standardisierten Arbeitsabläufen, Checklisten, regelmäßigen Mitarbeitergesprächen und der Austausch im Führungsteam sind nur einige Beispiele gelebter Unternehmenskultur.

Herr Schneider, welchen Beitrag leisten Sie für Exzellenz in Ihrem Unternehmen?

Das Wichtigste ist, dass ich neben mir meinen Mitarbeitern den Platz lasse, sich zu entwickeln und jeden zu fördern, wo es möglich ist. Ich glaube, dass ich die Fähigkeit besitze, andere zu Höchstleistungen zu führen. Gerade bei jungen Menschen merke ich, dass sie so oft mehr erreichen, als sie sich zutrauen. Ziel meiner Führung ist es, dass sich jeder mit seinen exzellenten Eigenschaften ins Team einbringen kann. So, und nur so, entstehen Hochleistungsteams.

HaarSchneider: Exzellenz trotz widriger Umstände

Die meisten seiner Wettbewerber kennt das Unternehmen HaarSchneider nicht und hat zudem wenig Chancen, deren Kunden für sich zu gewinnen. Zu 36 % der Deutschen kommt der Friseur ins eigene Wohnzimmer oder sie gehen in seines – zu Supermarktpreisen. Das macht es den offiziellen Salons schwer, auskömmliche Preise durchzusetzen. Die permanente Diskussion um Mindestlöhne, gerade im Friseurhandwerk, kommt somit nicht von ungefähr. Doch HaarSchneider hat es im täglichen Unternehmenskampf nicht nur mit der Konkurrenz zu tun. Seiner Branche haftet der „Makel“ an, dass sie unternehmerisch zu wenig Professionalität an den Tag legt. Man trägt eher die Gene eines Künstlers als die eines Unternehmers in sich. Dadurch fehlt es an Struktur. Dies erkannte Heiko Schneider sehr bald. Und der Zufall war auf seiner Seite. Bei einem Kongress des Verbandes Intercoiffure, in dem der sächsische Unternehmer organisiert ist, hörte er einen Vortrag von Cay von Fournier zur Systematik des Führungssystems UnternehmerEnergie. Schneider imponierte die klare Ausrichtung des Managementmodells auf den Mittelstand und die wertegeprägten Inhalte. Die Themen Strategie und Planung aus UnternehmerEnergie entsprachen genau seinen Vorstellungen. Er meldete sich zum Seminar und verinnerlichte die Inhalte. Sieben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen besuchten in der Folge das Seminar FührungskräfteEnergie und acht das Seminar MitarbeiterEnergie. Das Team war damit geschult und die Umsetzung konnte beginnen.

UnternehmerEnergie bringt die Wende

Was veränderte sich nach den umfangreichen Schulungsmaßnahmen im Unternehmen? „Die Führungskräfte nahmen ab diesem Zeitpunkt ihre Aufgaben viel bewusster und intensiver wahr. Man spürte, dass alle irgendwie unternehmerischer dachten. Plötzlich waren ihnen Betriebsergebnisse wichtig und Dinge wie der Materialeinsatz gewannen an Bedeutung. Die Unternehmenszahlen verbesserten sich weiter.“ Mit diesen Sätzen beschreibt der im doppelten Sinne ausgezeichnete Friseur die Wirkung der Schulung auf seine Mitarbeiter. Jahreszielplanungen, regelmäßige Mitarbeitergespräche und Zielvereinbarungen gehören seither zum festen Bestandteil des Management-Baukastens im Salon HaarSchneider.

Dem liegt natürlich auch ein entsprechender Führungsstil zugrunde. „Vertrauen führt“ – so umschreibt Schneider seine Führungsphilosophie. Dass eine besondere Vertrauenskultur bei HaarSchneider herrscht, merkt man an allen Ecken und Enden des Salons, wenn man sich einen Tag darin aufhält. Die Philosophie liegt spürbar in der Luft. Sie gibt ein gutes Gefühl. Und sie kommt an – bei den Mitarbeitern wie auch bei den Kunden.

Kommunikation und Weiterbildung wird großgeschrieben

Beeindruckend ist auch das Mitarbeiter-Informationssystem im Aufenthaltsraum des HaarSchneider-Teams. Veranstaltungen, Kundenaktionen, Angebote, Verhaltensregeln, Preisänderungen, Weiterbildungsmaßnahmen – innerhalb von drei Minuten weiß der Mitarbeiter alles Neue rund um HaarSchneider. Und die Kommunikation während der Arbeit? Funktioniert bestens – dank Funkmikrofonen (Headsets) für alle Mitarbeiter. Ein Kunde steht am Empfang? Am Arbeitsplatz fehlt etwas? Die Verbindung im Team klappt und macht HaarSchneider noch ein Stück erfolgreicher. Tausende von Terminen gilt es dabei zu koordinieren – bei 4.000 Stammkunden und bis zu 150 Kunden pro Tag. Ein professionelles Buchungssystem macht es möglich. Onlinebuchung und Terminerinnerung gibt’s per SMS oder E-Mail.

Professionalität legt HaarSchneider auch in Sachen Weiterbildung an den Tag. Hier investiert der Jungunternehmer Zeit und Geld. Von letzterem mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt vergleichbarer Unternehmer, nämlich gut 3,5 % des Umsatzes. Beim sächsischen Vorzeigeunternehmen gibt es Spezialisten für Haarfarben oder für Hochzeitsfrisuren, für Kurzhaar- und Langhaarfrisuren. Doch Frisuren unterliegen der Mode wie Kleidung und Schuhe. Jedes Jahr gibt es neue Farb- und Schnitttechniken. Und so halten sich Mitarbeiter von HaarSchneider regelmäßig dort auf, wo Frisurenmode gemacht wird: In London, Wien, New York und auf anderen internationalen Friseurplätzen. Auch in diesem Jahr fliegen beispielsweise wieder zwölf Teammitglieder in die britische Hauptstadt und importieren von dort die Trends der Friseur-Mode des nächsten Jahres an die Lausitz. Trends, die beim kleinen Friseur um die Ecke spät oder nie ankommen. Spät kann es dafür bei HaarSchneider schon mal werden. Immerhin steht dem Kunden pro Woche 68 Stunden die Salontüre offen. Bis 20.00 / 21.00 Uhr werktags werden hier Haare in Form gebracht, samstags bis 14.00 Uhr – von Mitarbeitern mit Innovationsgeist und hoher Motivation für den unternehmerischen Erfolg.

HaarSchneider ist mehr als ein Haarschneider

Stillstand ist Rückschritt, so die Devise von Heiko Schneider. Vorhandenes professionalisieren, optimieren und intensivieren. Diese Gedanken treiben das Unternehmen und seinen Inhaber tagtäglich an. Ein Beispiel dafür: das Thema Haarverlängerung und Haarersatz. In Letzterem sieht Schneider ein Wachstumssegment mit Potenzial – gerade im Blick auf Krebspatienten, denen nicht nur die Chemotherapie oftmals die letzte Kraft raubt. Haarausfall bei solchen Therapien ist vor allem auch ein psychologisches Problem. HaarSchneider nimmt die Nöte der Menschen ernst und sieht, was andere aus seiner Branche nicht oder noch nicht im Blick haben. Damit stellt er haargenau unter Beweis, dass die Auszeichnung zum Top 3-Salon nicht von ungefähr kommt.

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