sachs engineering GmbH:
Engineering made by nature

Community Fakten

 

 

 

 

sachs engineering GmbH

Mitarbeiter: 40

Davon Auszubildende: Jährlich 4–6 Abschlussarbeiten von Studierenden

Umsatz: 4 Mio. Euro

Kunden: Über 100

Standorte: Engen, Berlin

Adresse: Friedrich-List-Str. 9 | 78234 Engen-Welschingen

Internet: www.sachs-engineering.com

Engineering made by nature

Der Bionik-Spezialist sachs engineering nimmt die Konstruktionsprinzipien der Natur zum Vorbild, um Bauteile, Baugruppen und ganze Anlagen für Kunden zu konzipieren. Die Ingenieure optimieren bestehende Bauteile oder entwickeln vollkommen neue Produkte. Der Vorteil dabei ist: Die natürlichen Konstruktionsprinzipien sind seit Jahrmillionen erprobt und überzeugen durch effektive Ressourcennutzung und höchste Stabilität. Damit arbeitet sachs engineering am Puls der Zeit, denn das Einsparen von Ressourcen ist im produzierenden Gewerbe einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile. Den Ingenieuren gelingt es zum Beispiel, 22 % Material bei einer Motorenhalterung einzusparen, und das bei gleicher oder sogar erhöhter Stabilität. Die Gewichtsreduzierung von fast einem Viertel führt gleichzeitig zu einer erheblichen Energieeinsparung, der bedeutendste und angesichts des Klimawandels wichtigste Trend in der Industrie. sachs engineering überzeugt seine Kunden durch Fachwissen, Phantasie und Kreativität.

Wolfgang Sachs: Von der Natur lernen

Mit minimalem Aufwand ein maximales Ergebnis erzielen. Mit gegebenen Ressourcen optimal gestalten. Material und Arbeitskraft bestmöglich verwenden. Ein „Homo oeconomicus“ war Wolfgang Sachs schon immer. Kein Wunder also, dass ihn sein spannender Lebensweg zur Bionik führte. Von der Perfektion in der Natur, dem Ergebnis einer Jahrtausende währenden Evolution, zu lernen und deren Erfolgsprinzipien in der Ingenieursarbeit zu nutzen – das begeistert. In seinem Unternehmen wendet er diese Prinzipien täglich an. Zur Freude seiner Mitarbeiter und zum Nutzen seiner Kunden.

Technikbegeisterung und Unternehmerlust kommen zusammen

Wolfgang Sachs startet mit einer Schlosserlehre in sein Berufsleben und erkundet zunächst als Industriemonteur die Welt. Er liebt es, viele Länder und Kulturen kennenzulernen. Für einen 20-Jährigen ist das ein sehr erfüllender Lebensstil, doch bei Weitem nicht ein passendes Lebensziel. „Nicht immer mehr, sondern intelligenter arbeiten“, so ist einer seiner Grundsätze. Folgerichtig beginnt er mit 26 Jahren sein Studium zum Maschinenbau-Ingenieur und schließt es zielstrebig im Alter von 30 Jahren ab. Es folgen erfolgreiche Jahre im Angestelltenverhältnis, unter anderem in einem Unternehmen für Leichtbauentwicklung am Bodensee. Dort ist er mit Aufgaben vertraut, bei denen Leichtbau und Leistungsgewicht immer der treibende Innovator waren. Auf diese Weise findet er den genialen Erfinder des Leichtbaus: Die Natur an sich. Kein Ingenieurbauwerk ist so genial materialoptimiert wie ein Knochen, kein Maschinenelement so spannungshomogen wie ein Baum. Sein Lehrmeister stand fest: Bionik – engineering made by nature. Der Wunsch und Drang, ein Unternehmer mit allen gestalterischen Freiheiten zu sein, führten ihn dann 1998 zum logischen und konsequenten Schritt in die Selbstständigkeit. Eins war dabei von Anfang an klar: Der Leichtbau und die Bionik werden sein unternehmerisches Handeln prägen.

Ein Leben mit Konsequenz

Wolfgang Sachs lebt nach seinen Grundwerten. Er hat sie schriftlich notiert und fast immer greifbar bei sich. Ihm ist es wichtig, zu wissen, was er im Privatleben wie auch beruflich erreichen will. Das Wachstum seines Unternehmens orientiert sich immer an seiner Familie, die steht an erster Stelle. Die Balance hat höchste Priorität. Familie und Unternehmen reichen dem Marathonläufer aber noch nicht, er denkt weiter und definiert auch die Impulse, die er zur Entwicklung der Gesellschaft leisten möchte. Auch die Gesundheit, die eigene und die seiner Mitarbeiter, ist ihm dabei sehr wichtig. Wolfgang Sachs ist sich bewusst, dass er sich dazu immer wieder selbst reflektieren und weiterentwickeln muss. Er gönnt sich sechs Fortbildungstage pro Jahr und ermöglicht es auch seinen Mitarbeitern, wertvolle Weiterbildungen zu besuchen. Ständige Veränderung und Entwicklung gehören zu einem erfolgreichen Leben.

Fragen an Wolfgang Sachs

Herr Sachs, Exzellenz wird häufig als Weg beschrieben und weniger als Ziel. Wie sehen Sie das?

Ich bin mit dem Ist-Zustand nie zufrieden, ich sehe ständig etwas, wo die Entwicklung weitergehen kann. Dieses Anspruchsdenken ist die Triebfeder in meinem Leben. Ich finde die ständige Veränderung interessant. Mich interessieren andere Menschen und deren Entwicklung. Und ich habe den Anspruch, mich selbst ständig weiterzuentwickeln. Ich denke, wir sind mit unserem Unternehmen auf einem guten Weg. Ich bin auf die nächsten fünf bis zehn Jahre einfach sehr gespannt.

Was heißt Exzellenz für Sie?

Bezogen auf den Kunden bedeutet Exzellenz für mich, die Wünsche des Kunden zur höchsten Zufriedenheit zu erfüllen und sogar zu übertreffen. Der Kunde muss spüren, dass er uns das Wertvollste ist. Unsere Dienstleistungen und unser Service müssen einfach so überzeugend ein, dass der Kunde von dem Nutzen unserer Arbeit begeistert ist und an dem Kontakt mit uns Freude hat. In Bezug auf die Mitarbeiter heißt Exzellenz für mich, dass ich sie fördere, wo immer das möglich ist. Ich möchte ihnen ein passendes Umfeld schaffen, damit sie ihre Exzellenz auch leben können. In so einer Atmosphäre können selbst private oder gesundheitliche Probleme gemeinsam gelöst werden, das ist mir sehr wichtig. Nur so entsteht ein Umfeld für Spitzenleistungen.

Wie gehen Sie in Ihrem Unternehmen mit Fehlern um?

Ich liebe die Aussage von Thomas Watson, dem Gründer von IBM: „Um erfolgreich zu werden, musst du deine Fehlerquote verdoppeln.“ Im Grunde genommen ist ein Fehler nur die Abweichung zwischen dem erwünschten und dem tatsächlichen Ergebnis. Unsere Vorstellung macht aus dieser Tatsache einen Fehler. Trotzdem ist es gut, die Abweichung genau zu betrachten. Je nach Art des „Fehlers“ spreche ich mit Mitarbeitern persönlich oder wir diskutieren die Abweichung im ganzen Team. So lernen wir aus den Abweichungen und nutzen sie produktiv.

Achten Sie bei Neueinstellungen auf Exzellenz?

Ich weiß nach der ersten Minute in einem Vorstellungsgespräch, ob ein Mitarbeiter zu uns passt oder nicht. Natürlich müssen die Qualifikationen stimmen, das ist die Grundvoraussetzung. Danach interessiert mich das Selbstbild des Bewerbers. Wir sind ein bunter Haufen unterschiedlicher Charaktere und Nationalitäten. Wir haben Mitarbeiter aus Indien, dem Iran, Russland und Spanien. Ingenieure in Deutschland sind schließlich Mangelware. Wir gehen alle sehr menschlich miteinander um. So schaffen wir ein Umfeld und Arbeitsklima, in welchem Exzellenz stattfinden kann.

Sie haben gerade gesagt, dass Sie schnell wissen, ob ein Mitarbeiter zu Ihnen passt. Wie treffen Sie Ihre Entscheidungen?

Ich treffe häufig schnelle Entscheidungen, wahrscheinlich Bauchentscheidungen. Sie sind wie Initialzündungen. Danach gehe ich dann aber sehr analytisch vor. Manche Entscheidungen habe ich auch wieder revidiert, das gehört zu einem flexiblen Management dazu. Wichtig ist jedoch, sich überhaupt zu entscheiden – je schneller, desto besser.

sachs engineering: Technik trifft Natur – Die ideale Symbiose

Bauteile und Baugruppen von Industrie- und Konsumentenprodukten, Vorrichtungen, Schmiede- und Gussteile sowie Spritzguss- und Druckgussteile werden bei sachs engineering außergewöhnlich stabil und leicht. Hierzu werden eigene Softwareprogramme angewendet, die auf den Erkenntnissen von Prof. Claus Mattheck vom Karlsruher Institut für Technologie beruhen. Mit der Software FormUp.Shape werden stabile und langlebige Bauteile konstruiert, FormUp.Topologie reduziert das benötigte Material.

Die Natur als Vorbild

In Computersimulationen lassen Ingenieure Spannungen auf Bauteile wirken. Je nach der einwirkenden Kraft verändert das Bauteil seine Form, und das so lange, bis Kerbspannungen abgebaut sind und eine Spannungshomogenisierung eintritt. Die Simulationen basieren auf dem Wachstumsverhalten von Bäumen und Knochen. Astgabeln haben niemals die Form eines gleichförmigen Halbkreises, dennoch sind viele Bauteile so konstruiert. Der Baum wächst an den Stellen höchster Belastung, im Bereich der Gabelung, deutlich mehr als an anderen Stellen. Das zusätzliche Material macht die mechanisch stärker beanspruchte Astgabel stabil und dauerfest. Inspiriert von dieser Konstruktionsleistung der Natur erhalten die Bauteile bei sachs engineering ihre Form und sind dadurch weit stabiler und langlebiger als herkömmliche Konstruktionen. Dieser Vorgang wird Gestaltoptimierung oder Computer Aided Optimization (CAO) genannt.

Doch die Ingenieure können noch mehr, denn die Bauteile sollen auch besonders leicht und ressourcensparend konstruiert sein. Die Natur dient wieder als Vorbild. Auch das hat die Evolution über Jahrmillionen perfektioniert. Der Oberschenkelknochen, der größte und stabilste Knochen des menschlichen Körpers, gleicht eher einem Schwamm als einem Stück Stahl. Nur die nötigsten Knochenbälkchen werden in Richtung der Hauptspannung ausgebildet. Das macht den Knochen bei einem minimalen Einsatz von Knochensubstanz maximal stabil. Nach diesem Muster werden die Bauteile bei sachs engineering konstruiert. Eine massive Radaufhängung erscheint plötzlich ganz filigran, hat Löcher und eine interessant verlaufende Querstrebe. Das ist das Ergebnis der Topologieoptimierung, auch Soft Kill Option (SKO) genannt. Weniger Material, leichter und langlebiger – ein überzeugendes Ergebnis.

Bionisch inspirierte Produktgestaltung

Mit Software, die bionische Wachstumsregeln beinhaltet, werden Grundstrukturen entwickelt, die als Basis für das Design bei der Produktentwicklung dienen. So entsteht Bio-Design: leicht, materialeffizient und formschön. Nicht nur weil sie die Natur zum Vorbild nehmen ist sachs engineering anders als andere Ingenieurdienstleister. Auch ihre umfassende und ganzheitliche Leistung hebt sie von anderen Wettbewerbern deutlich ab. In der Industrie werden CAD Konstruktion (Entwurf und Konstruktion von technischen Elementen am PC) und FEM Berechnungen (Berechnung aller Betriebs- und Versagenslasten) häufig getrennt voneinander behandelt. Nicht so bei sachs engineering. Sie kombinieren die beiden Konstruktionsperspektiven und ergänzen ihren Service durch das Know-how ihrer Spezialgebiete: der Topologie- und der Gestaltoptimierung. So gelangen sie zu einem exzellenten Baudesign.

Forschungsarbeit in der Meisterklasse der Innovation

Das Know-how der Ingenieure von Sachs ist gefragt. So verwundert es nicht, dass sie im Forschungsprojekt HAMMER (Holzformteile als Multi-Material-Systeme für den Einsatz im Fahrzeug-Rohbau) der Universität Kassel aktiv sind. Ziel ist es, Autos so leicht wie möglich zu konstruieren und zwar mit Buchenholz. Im Hinblick auf die Senkung der C02-Emissionen und die steigenden Rohstoffpreise entwickeln die Ingenieure hier für die Zukunft. Finanziert wird das Projekt im Rahmen des Förderprogramms „WING – Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft“ noch bis 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Mit dabei sind unter anderem das Fraunhofer Institut für Holzforschung (WKI) in Braunschweig und die Volkswagen AG.

Wertvolles Wissen will sich weiter ausbreiten. Wolfgang Sachs engagiert sich auch in der Wissensvermittlung. Regelmäßig gibt er Seminare im VDI Wissensforum in Düsseldorf zu Leichtbau von Bauteilen mit bionischen Methoden. Die Seminarteilnehmer erfahren dabei von den Optimierungsalgorithmen der Natur, mit denen sich Wolfgang Sachs seit Jahren beschäftigt und die er in Industrieprojekten vieler Branchen erfolgreich umsetzt.

Alles in Balance – vom Baudesign bis zur Gesundheit

Nicht nur bei den Konstruktionen von Bauteilen orientieren sich die Ingenieure von sachs engineering an der Natur. Auch im Bezug auf die Gesundheit gibt es in der natürlichen Umwelt exzellente Vorreiter. Betriebliche Gesundheitsförderung wird bei sachs engineering großgeschrieben. Auf einen ausgeglichenen Lebensstil mit täglicher Bewegung, einer gesunden Ernährung und geistiger Entspannung legt Wolfgang Sachs viel Wert. Er selbst lebt glücklich nach der Philosophie von Dr. Strunz. Dieses positive Lebensgefühl möchte er auch gerne seinem Team und den Mitarbeitern anderer Unternehmen ermöglichen.

Daher hat er den CUBE initiiert, einen Bürokomplex mit eigenem Blockheizkraftwerk, sechs Stockwerken und 5000 m2 Nutzfläche für rund 200 Beschäftigte. sachs engineering wird nur einen Teil der geplanten Räume beziehen. Der CUBE ist die ideale Umgebung für moderne, gesundheitsbewusste Menschen, die ihre Körper verwöhnen und damit gleichzeitig eine gesunde Basis schaffen wollen für die Entfaltung von Kreativität und Exzellenz. Das Bewegungs- und Gesundheitsmanagement ist der zentrale Aspekt der gemeinsamen Nutzung des CUBEs, an ihm können alle Unternehmen teilnehmen und sich selbst einbringen. Ruheräume, Duschen und ein Fitnessraum sind vorhanden. Sport treiben, einfach mal so zwischendurch, oder der Rückzug in die Stille sind jederzeit möglich. Auch für frische und eiweißreiche Ernährung wird in der eigenen Cafeteria gesorgt. Das betriebliche Bewegungs- und Gesundheitsmanagement steht allerdings erst in seinen Anfängen. Doch Nachahmen ist auch jetzt schon erwünscht!

Wolfgang Sachs macht es Spaß, Unternehmer zu sein. Er liebt es, Projekte zu initiieren und neue Geschäftsfelder zu entwickeln. Der CUBE zeigt, dass er sich dabei nicht nur auf sein Ingenieurswissen beschränkt. Wahrscheinlich wird Wolfgang Sachs noch die eine oder andere wertvolle Unternehmung in die Welt bringen.

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