KBO Management GmbH:
Glückliche Momente schenken

Community Fakten

 

 

KBO Management GmbH

Mitarbeiter: 147, inkl. 91 Aushilfen

Davon Auszubildende: 13

Umsatz: 3 Mio. Euro

Gäste: 150.000 pro Jahr

Subunternehmen: Marc Klejbor Erfolgsimpulse GmbH

Adresse: Königsbenden 42 | 52249 Eschweiler

Internet: www.klejbors.de | www.marc-klejbor.de

Glückliche Momente schenken

Die Klejbor’s Entertainment Factory zählt zu den großen Diskotheken in Deutschland. Bis zu 2.500 Besucher finden hier gleichzeitig Platz. 1998 gegründet, hat das Unternehmen bis heute nicht an Anziehungskraft verloren, ein für die Branche außergewöhnlicher Umstand. Sieben Bereiche bieten dem Gast Entertainment pur. Man trifft sich im „Foyer“. Live-Bands und Überraschungsspiele stimmen den Besucher bei einem frisch gemixten Cocktail ein. Die „Arena“ ist der größte Musikbereich. Hier laufen die aktuellen Charts. Drei Theken im modernen Lounge-Stil bieten getränketechnisch alles, was das Herz begehrt. Der „K-Club“ nebenan ist speziell auf Black Music, Hip Hop und Soul programmiert. Hier bewegen sich die schillerndsten Persönlichkeiten in Klejbor’s Nachtleben. Im „Tanzsalon“ gibt es Disco-Fox, Pop-Schlager und das Beste der 70er, 80er und 90er Jahre. Das „Penthause“ verkörpert die neue Art zu feiern. 23 Meter laufende Multimedia-Flächen und die weltweit erste holografische Theke gibt es hier zu bestaunen. Die stylischen House-Fans werden mit elektronischer Musik verwöhnt. Wer Lust auf Lagerfeuer, Sternenhimmel und Strandatmosphäre hat, ist im Beach-Club „Key’s Rock“ richtig. Und schließlich bietet das Restaurant dem hungrigen Diskobesucher knackige Salate, Steaks, Nudelgerichte und Snacks.

Sabine und Marc Klejbor: Menschen wertvolle Impulse geben

Marc Klejbor erblickt 1971 in Moers das Licht der Welt. Sein Leben scheint vorgezeichnet. Die Eltern sind Beamte im Polizeidienst. Mit seinem älteren Bruder wächst er in einer Mietwohnung auf. Vater und Mutter sind erfolgreiche Handballspieler. So beginnt auch Marc mit dem Handballspielen und startet eine Karriere. Ab der C-Jugend (13 Jahre) spielt er in der deutschen Nationalmannschaft. Mit 18 hat er seinen ersten Einsatz in der Bundesliga beim damaligen „Branchenkrösus“ TuSem Essen, der in den 80er Jahren dreimal Deutscher Meister und einmal Europapokalsieger wird.

Eine Rückenverletzung bei einem Spiel im ungarischen Tatabánya im Jahr 1985 erweist sich im Nachhinein tragischer als vermutet. Die Halle in Tatabánya ist die gleiche, in der der deutsche Ausnahmespieler der 70er Jahre, Joachim Deckarm, verunglückt und bis heute schwer behindert ist.

Vom Sonnenstudio zur Entertainment Factory

1990 macht er sein Fachabitur und beginnt eine Ausbildung bei der Polizei NRW – ganz nach den Vorstellungen der Eltern. Nach drei Wochen war ihm allerdings klar, dass dies nicht sein Traumberuf ist. Mit 19 zwingt ihn eine weitere schwere Rückenverletzung zur Aufgabe des Handballs und des Polizeidienstes. In dieser Zeit lernt er seine Frau Sabine kennen. Beide spüren, dass sie die gleichen Lebensvorstellungen haben und sich einander hervorragend ergänzen.

Marc Klejbor beginnt ein Wirtschaftsstudium. Das Studium füllt ihn aber nicht aus. Er will Unternehmer werden und eröffnet zusammen mit seiner Frau 1992 ein Sonnenstudio. Den Kredit für die Investition (250.000 DM) zahlen sie in drei Jahren zurück. Parallel dazu führen sie die Geschäfte der Diskothek des Vaters von Sabine Klejbor im Münsterland. In dieser Zeit wächst in dem Unternehmerpaar der Wunsch nach einer eigenen Disko. Sie inserieren in der FAZ und bekommen prompt ein Angebot. Ein Steuerberater offeriert ihnen ein Objekt in Eschweiler. Sie schließen einen langfristigen Pachtvertrag ab und investieren zweieinhalb Millionen DM. Durch den Verkauf des Sonnenstudios und mit ihren Ersparnissen kommen sie auf eine Eigenkapital-Quote von über 30 %, den Rest finanziert ihnen die Bank. Im Dezember 1998 eröffnet die Klejbor’s Entertainment Factory.

Erfolgreich durch Mission und Werte

Diskotheken zeichnen sich häufig dadurch aus, dass sie anfänglich von zahlreichen Gästen sehr stark frequentiert werden. Die Umsatzkurve geht dann aber nach wenigen Jahren wieder nach unten. Jedoch nicht bei Sabine und Marc Klejbor. Nach mittlerweile 15 Jahren sind sie bedeutend erfolgreicher als in den Gründungsjahren, weil sie das Prinzip der strategischen Planung verinnerlicht haben und es tagtäglich vorleben. Zudem bringen beide ihre persönlichen Stärken ins Unternehmen ein, die man mit MK = „Management-Kompetenz“ und SK = „Soziale Kompetenz“ humorvoll beschreiben kann.

Beide legen ihr Augenmerk nicht auf den schnellen Euro, sondern auf Mitarbeiter und Kunden. Sie haben eine Vision, eine Mission und klare Ziele. Sie binden ihre Mitarbeiter eng mit ein und fördern sie, wo sie können. Sie bilden sie aus und schulen sie. Sie möchten ihnen Erfolgsimpulse vermitteln, damit sie stolz auf sich sein und ihren Beitrag zum gemeinsamen Gelingen erfahren können. So erleben alle mehr Momente bewusster und vor allem glücklicher.

Das allein schafft die Voraussetzung für ein Arbeitsklima, in dem persönliche Spitzenleistungen möglich werden – und in dem Menschen beginnen, aufzublühen. Werte stehen bei den Klejbors ganz oben in der Führung. Sie sind davon überzeugt: Ohne Werte hat ein Unternehmen keinen Wert.

Fragen an Marc Klejbor

 

Herr Klejbor, welche persönliche Einstellung haben Sie zum Thema Exzellenz?

Es ist eine Lebenseinstellung. Für uns ist es wie einatmen und ausatmen. Exzellenz ist eine Grundhaltung, die das Unternehmer- und Unternehmensleben entscheidend positiv beeinflusst. Aber es ist kein Dogma, sondern eher ein Jungbrunnen für Freude und persönliches Wachstum. Es geht auch darum, immer offen zu bleiben für neue Chancen und Möglichkeiten.

Ist Exzellenz ein Thema in Ihrem Leitbild?

Ja. Unsere Mission hat fünf Buchstaben. Fünf Buchstaben für fünf Inhalte mit den fünf wichtigsten Leitmotiven unseres Denkens und Handelns. Diese sind:

G lückliche Menschen

L ebendige Leidenschaft

Ü berspringender Stolz

C hancen / Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

K larer Erfolg

Wie fördern Sie die Exzellenz in der Klejbor’s Entertainment Factory?

Vorleben! Selber die Vision authentisch vorleben. Getreu dem Zitat: „Der liebe Gott hat uns zwei Augen geschenkt, damit wir beizeiten eins zudrücken können.“ Vermitteln! Die Vision, Mission, Kultur und Werte eines Unternehmens können hübsch geschrieben sein, aber diese müssen auch in Workshops den Mitarbeitern vermittelt und mit Praxisbeispielen verknüpft werden. Das ist wie beim Führerschein: Die Lizenz zum Fahren erhalten wir nach der praktischen Prüfung, aber wirklich Fahren lernen wir erst anschließend, wenn wir selber mit dem Auto unterwegs sind.

Gelten Sie in Ihrer Branche als „Größe“?

Ja und Nein. Unsere Branche innoviert ständig, meist in der Einrichtung. Aber wir können nicht jedes Jahr alles neu renovieren, nur weil sich die Farben verändert haben. Um das sieben Jahre alte „Auto“ zum Neupreis zu verkaufen, ist Kundenbegeisterung erforderlich. Und hier sind wir stark. Ebenso in der Organisation, der Zusammenarbeit von Menschen und der nach persönlichen Stärken orientierten Entwicklung.

In welchen Bereichen können Sie noch mehr am Thema Exzellenz arbeiten?

Alljährlich erarbeiten wir in der Jahreszielplanung gemeinsam mit unseren Führungskräften die wesentlichen Bereiche der Verbesserungsmöglichkeiten in allen Prozessen. Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen, von daher sind wesentliche Bestandteile der Exzellenz die Umsetzung der Wünsche und die Verbesserungsmöglichkeiten unserer Mitarbeiter.

Herr Klejbor, was bedeutet exzellente Führung für Sie?

Für uns geht es darum, gemeinsam mit dem Mitarbeiter seine persönlichen Stärken in der Zusammenarbeit zu ermitteln und ihn wertschätzend zu fördern. Als Voraussetzung für dieses Klima des Miteinanders und der Exzellenz muss ich mir immer wieder die Zeit zur Führung nehmen, den Sinn des Tuns und das Ziel vermitteln. Oft sind es unbewusste Glaubenssätze, die häufig aus der Herkunft eines Mitarbeiters resultieren und die seine Entfaltung verhindern. Unsere Aufgabe in der Führung sehen wir vor allem darin, diese Hemmnisse dem Mitarbeiter bewusst zu machen. Die Ursache dafür ist Angst. Dort wo Angst die Weiterentwicklung hemmt, bauen wir in der Zusammenarbeit Vertrauen auf. Damit spürt er die eigenen ungenutzten Potenziale und blüht regelrecht auf. Diese Methodik haben wir über 20 Jahre systematisiert und vermitteln sie auch anderen Führungskräften und Unternehmern.

Klejbor’s Welt: Millionen glücklicher Momente

Die Klejbor’s Entertainment Factory ist erfolgreich, für ein Unternehmen dieser Branche sogar außergewöhnlich erfolgreich. Aber über den Betrieb im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande zogen auch schon mal die Gewitterwolken. 2002 beispielsweise, als er seine erste Betriebsprüfung hatte. Zweieinhalb Millionen DM will das Finanzamt als Steuernachzahlung. Nach langen Verhandlungen können sich beide Seiten auf 750.000 Euro einigen. Marc Klejbor erkennt Defizite in seiner Buchhaltung und entwickelt eine eigene Software speziell für diese Unternehmensform. 7.500 Programmierstunden stecken bis heute in dem Programm. Seine Konsequenz ist Teil seiner Exzellenz. So etwas wie 2002 soll ihm nicht noch einmal passieren. Die Situation wirkt aber auch anderweitig nach. Klejbor erkennt zu dieser Zeit bei sich mehr und mehr Defizite in Sachen Führung und Organisation. Sein Antrieb schwindet. Er denkt darüber nach, was ihn letztlich motiviert. Selbst einen Ausstieg aus dem Unternehmen schließt er zu dieser Zeit nicht aus.

Der Weg war nicht leicht

In dieser Zeit fällt ihm ein Buch in die Hände: „MAX – das revolutionäre Mitarbeiter-Konzept“ von Klaus Kobjoll, Ulrich Scheiper und Markus Wiesmann. Er verschlingt das Buch und holt sich Autor Markus Wiesmann ins Unternehmen, um das Konzept einzuführen. Wiesmann empfiehlt ihm das SchmidtColleg und im August 2006 startet er in Richtung Nürnberg zum Seminarbesuch. „Ich war total begeistert von den Inhalten, die Tage waren genial“, mit diesen wenigen Worten fasst er das Seminar im Schindlerhof zusammen. Während des Seminars bittet er Klaus Kobjoll um ein Gespräch und bekommt eine 15-minütige „Audienz“. Er hatte ein zweistündiges Abendgespräch erwartet und war zunächst enttäuscht. Aus den 15 Minuten werden schließlich 20. Und auch hier fällt das Fazit des Diskotheken-Besitzers positiv aus: „Ich habe am eigenen Leib verspürt, was man in 20 Minuten bei konzentrierter Arbeit alles erreichen kann.“ Klaus Kobjoll verdeutlicht ihm, dass er momentan mit 200 Sachen auf der Überholspur unterwegs ist und nicht mehr die Zeit hat, nach links und rechts zu blicken. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Das erkennen viele während der Seminare, aber nur ein Teil füllt das fernöstliche Sprichwort dann auch mit Leben. Marc Klejbor gehört dazu. Er bedient sich aller Instrumente aus dem UnternehmerEnergie-Seminar, bringt Struktur in seinen Betrieb und erfindet die Klejbor’s Welt neu. Seine Grundlagen dafür sind: Klejbor’s Vision, Klejbor’s Mission (die BIG Five) und Klejbor’s Kultur und Werte.

Klejbor’s Vision

„Millionen glücklicher Momente“ ist der Kernsatz der Klejbor’s Vision. Glückliche Momente für die Klejborianer, wie sich das Team nennt, glückliche Momente für die Gäste, aber auch glückliche Momente für die Stakeholder. Getrieben wird die Vision von der Überzeugung, dass Menschen etwas gerne oder lieber tun, wenn sie dabei Spaß und Freude haben. Und so will man die ca. drei Millionen Mitarbeiter-Gast-Berührungen, die alljährlich im Klejbor’s stattfinden, dafür nutzen, möglichst drei Millionen glückliche Momente zu schaffen. Durch eine nette Begrüßung, ein Lächeln, ein persönliches Gespräch oder auch ein liebenswertes und wiedergutmachendes Feedback-Management. Nicht nur untereinander oder mit dem Kunden soll es einen offenen, ehrlichen und liebenswerten Umgang geben. Auch Lieferanten, Partner und Behörden sollen diese Offenheit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit erfahren.

Klejbor’s Mission

Damit jeder Mitarbeiter die Klejbor’s Vision leben kann, gibt es die fünf wichtigsten Leitmotive des Denkens und Handelns: Glückliche Menschen, Lebendige Leidenschaft, Überspringender Stolz, Chancen durch kontinuierlichen Verbesserungsprozess, Klarer Erfolg. Was sich dahinter im Einzelnen verbirgt, ist detailliert in der 24-seitigen Broschüre „Unsere Klejbor’s Welt“ beschrieben. Unter www.marc-klejbor.de kann die Broschüre kostenlos heruntergeladen werden.

Klejbor’s Kultur und Werte

Das Klejbor’s versteht sich als ein Unternehmen mit familiärer Führungskultur, in der klare Ziele, Fehlerfreudigkeit, Vorbildfunktion, Offenheit, Fairness und gegenseitiger Respekt eine zentrale Rolle spielen. Dazu gehört eine klar definierte Kommunikationskultur mit schriftlich verfassten Regeln. Ein zentraler Punkt ist die Weiterbildungskultur nach dem Ansatz von Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun“. Bestandteil der Unternehmenskultur ist aber auch eine Stolz-Kultur, d. h. der Mitarbeiter soll sich seiner Leistungen immer wieder bewusst werden und stolz auf das Erreichte sein. Und schließlich nimmt auch der Faktor „Zeit“ eine zentrale Rolle in der Gesamtkultur dieses außergewöhnlichen Unternehmens ein. Der Ablauf von Meetings ist u. a. hier klar definiert.

Was die Klejbor’s Entertainment Factory besonders macht, ist von außen nicht zu erkennen. Sie sieht wie eine Diskothek aus, von denen es eine Vielzahl in Deutschland gibt. Die „inneren Werte“ sind es, die die Exzellenz ausmachen. Marc Klejbor erzählt von den vielen Aushilfen, die anderswo ihrem Haupterwerb nachgehen und ihm in Gesprächen immer wieder sagen, dass es diese Kultur auch in ihrem Unternehmen geben müsste. Nicht zuletzt deshalb will der Unternehmer seine Erfahrungen und Ansätze auch an Unternehmer-Kollegen weitergeben, die – wie es bei ihm früher auch teilweise war – in ihrer Welt gefangen sind und den Blick über den Tellerrand nicht wagen. Dafür hat er seine Initiative „Glückliche Menschen“ (www.wowlie.de) und seine Firma Marc Klejbor Erfolgsimpulse GmbH (www.marc-klejbor.de) gegründet. In Kürze veröffentlicht er sein erstes Buch. Es wird den Titel „Rituale der Wertschätzung – Erobern Sie die Herzen Ihrer Mitarbeiter“ tragen. Er hat also noch viel vor, der Diskotheken-Besitzer aus Eschweiler.

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