Beckmanns Bäckerland LogoBeckmanns Bäckerland

– der erfolgreiche Bäcker aus dem hohen Norden

„Die Zahlen sprechen für sich“, sagt Jörn Beckmann. Doch eigentlich muss man sagen, dass die Zahlen für Jörn Beckmann und seine Ehefrau Marion sprechen. Konsequent nutzen die beiden in ihrer Bäckerei seit 2002 FührungsEnergie. „Das Ergebnis ist ein überaus großer Erfolg in den letzten zwei Jahren“, sagt der Bäcker- und Konditormeister, der auch Betriebswirt des Handwerks ist.

Sein unternehmerisches Ergebnis ist völlig gegen den Trend in der Backbranche. Das weiß Beckmann auch. Als er 1997 den Betrieb vom Vater übernahm, waren in der ländlich strukturierten Gegend vor den Toren Bremens noch 16 Bäckereien am Markt. Heute sind es noch sechs. Gekommen sind seither immer mehr Filialisten und Großbäcker, die über den Preis verkaufen. Brötchen gibt es in Bremen schon lange vom Discounter.

„Das Bäckerhandwerk hat sich zu wenig um die Qualität der Brötchen gekümmert", gibt Beckmann mit Blick auf den Markt zu bedenken. „Wenn ein Brötchen für 11 Cent genauso schmeckt, wie ein Brötchen für 45 Cent, dann weiß der Kunde, wo er kaufen muss.“ Und gerade die Brötchen sind es in der handwerklichen Bäckerei, die gute Renditen brachten und das Überleben vieler Betriebe sicherten.

Im Bäckerland von Jörn und Marion Beckmann ist es nach wie vor so. „Tendenz steigend“, sagt Marion Beckmann. „Wir erwirtschaften bald 60 Prozent des Umsatzes mit Brötchen.“ Wie sich dies auch auf andere betriebswirtschaftliche Kennziffern der Bäckerei auswirkt, schiebt sie hinten nach: „Wareneinsatz 14 Prozent, Energiekosten bei rund drei Prozent und ein Cashflow, den uns sowieso keiner glaubt.“

Auf Wachstumskurs

Doch es kommt nicht von ungefähr, dass die Beckmanns und ihr Team alleine in den letzten fünf Jahren den Umsatz verdoppelt haben. Waren es 1997 bei der Betriebsübergabe noch 700.000 DM, so sind es heute schon zwei Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl ist von damals 17 auf heute 50 angewachsen. „Wobei nur noch drei Mitarbeiter der alten Belegschaft mit an Bord sind“, blickt Beckmann zu seiner Ehefrau.

Diese Zahlen zeigen, dass sich einiges seither getan hat. Jörn Beckmann ist mit besten persönlichen Voraussetzungen gestartet. „Der Generationenkonflikt hat mich erst einmal in andere Betriebe geführt“, gibt er offen zu. In der Süßwarenindustrie hatte er zum Schluss Personalverantwortung für 400 Mitarbeiter.

Als Berater war er später in einer Beratungsfirma tätig, die der BÄKO-Genossenschaft (Einkaufsorganisation des Bäcker- und Konditorenhandwerks) angeschlossen war. Zwölf ERFA-Gruppen hat er hier betreut, musste jedoch feststellen, dass er seine Ideen als Angestellter nicht so umsetzen konnte, wie er wollte. Deshalb entschloss er sich zusammen mit seiner Ehefrau den väterlichen Betrieb zu  übernehmen. Die beiden sahen eine Basis für ihre Selbstständigkeit und wollten auch die historische Verpflichtung eingehen, den Betrieb in der 4. Generation weiter zu führen.

Nachfolge erfolgreich angetreten

BeckmannsDie Übernahme war auch gleich sichtbar. Hinter dem Stammhaus wurde eine moderne Produktionshalle gebaut. „Allerdings hatten wir damals erst zwei Läden“, gibt Beckmann zu bedenken. Heute sind es vier Läden im Umkreis von zehn Kilometern und rund 50 Lieferkunden, wie Kantinen, Krankenhäuser, die Universität oder kleine Lebensmittelmärkte.

Die Beckmanns wussten von Anfang an, dass „der Verkauf über den Erfolg entscheidet". Eine hervorragende Qualität der Backwaren setzt Jörn Beckmann einfach voraus. Wobei das „einfach" auch nicht ganz so einfach ist. Mit handwerklichem Geschick und Know-how arbeiten die Bäcker in der Backstube. Für jede Brotsorte wird ein eigener Natursauerteig verwendet. Für die sehr gute Qualität seiner Backwaren ist das Bäckerland vom Gourmet-Journal „Der Feinschmecker“ ausgezeichnet worden.

Die Brötchenteige werden lange gerührt, um einen natürlichen Geschmack und eine lange Rösche zu erzielen. Das kostet Zeit und braucht Fachwissen, was sich aber bezahlt macht. Backmischungen aus der Industrie werden dagegen nicht verwendet. „Im Bäckerhandwerk ist dies heute ein Trend. Wir haben dies allerdings schon immer so gemacht", schmunzelt der Bäcker- und Konditormeister.

Der Service macht den Unterschied

Beim Urlaub in einem österreichischen Hotel fielen Beckmanns dann die ausgesprochene Freundlichkeit und der Servicegedanke der Hotelmitarbeiter auf. „So sollten auch unsere Mitarbeiter gegenüber den Kunden auftreten", blickt Marion Beckmann zurück. „Denn nur über die Mitarbeiter kann man langfristige Kundenbindung erhalten."

Der Schlüssel des Erfolgs war schnell gefunden. Nachdem sich Jörn Beckmann mit den Themen des SchmidtCollegs beschäftigt hatte, stand für ihn und einen befreundeten Kollegen fest, auch „so ein Seminar" zu besuchen. „Es war natürlich auch eine finanzielle Investition", gibt er zu. „Allerdings die Investition, die die beste Rendite für uns brachte."

Marion Beckmann besuchte dann im darauf folgenden Jahr UnternehmerEnergie, weil beide es gemeinsam umsetzen wollten. „Die Energie und die Motivation, die wir aus dem Seminar erhalten haben, war beeindruckend", stimmen beide überein. Der ganzheitliche Ansatz und die vielen Hilfsmittel haben die Beckmanns überzeugt.

Um am Ball zu bleiben, hat sich Jörn Beckmann dann mit seinem Kollegen ausgetauscht. Jeder hat den anderen aufgeschrieben, was er umgesetzt hat und wie es läuft. So wollte man sich gegenseitig motivieren und anspornen. „Am Anfang haben Sie natürlich viel zu tun. Wenn aber die Strukturen aufgebaut sind, ist alles um ein Vielfaches einfacher."

Mehr Lebensbalance – mehr Unternehmenserfolg

Was Beckmann sagt, untermauert er auch gleich mit Beispielen: „Wir können heute entspannt  in Urlaub fahren, ohne das der Kunde die Abwesenheit der Geschäftsinhaber bemerkt. Ein defekter Ladenbackofen  in einem der Fachgeschäfte ist auch nicht mehr Chefsache. Es gibt Notfalllisten, jedes Teammitglied weiß was zu tun ist. Selbst einen Serverabsturz (der absolute Supergau) während eines Urlaubs behob das Team, ohne dass das Unternehmer-Ehepaar im Urlaub gestört wurden. Erst nach dem Urlaub wurde darüber berichtet.

Chefsache ist dagegen die Betreuung der Lieferkunden. „Top- Qualität und Service spricht sich unter den Großkunden herum, eine positive Spirale setzt sich automatisch in Gang“. Selbstbewusst, aber trotzdem mit beiden Füßen auf den Boden, fragt dann Jörn Beckmann in dem Erstgespräch den potenziellen Kunden, ob man beste Qualität oder den günstigsten Preis haben möchte. „Diesen können wir nämlich nicht bieten. Ein Gespräch würde sich dann erübrigen.“ Ihm ist vielmehr an einer langfristigen Kundenbeziehung gelegen. Es mache ja auch Arbeit einen neuen Kunden in den Produktionsablauf und die Tourenplanung mit einzubeziehen.

Erwarten können die neuen Kunden neben einer hervorragenden Produktqualität vor allem einen einzigartigen Service. „Wenn jetzt der Küchenchef der Universitätsmensa anruft und noch schnell einmal 1.000 Brötchen benötigt, können wir diese in einer Stunde liefern.“ Die Bäckerei ist aber auch in anderer Hinsicht flexibel. Für neue Gerichte werden schon mal gemeinsam mit den Köchen neue Backwaren entwickelt und gebacken. Das macht natürlich auch einzigartig. Verkaufen über den Preis hingegen macht austauschbar.

Mit kreativen Ideen für die Zukunft gerüstet

Ideen haben Marion und Jörn Beckmann genug. Zum 100-jährigen Firmenjubiläum wurde ein Roggenbrot aus 100 Prozent Roggen entwickelt. Wobei es eigentlich nicht entwickelt wurde. Jörn Beckmann: „Wir hatten das Brot schon lange im Sortiment." Neu dagegen war die Idee, dieses mit einer Geschichte zu verkaufen. „Der Firmengründer hieß Fritz mit Vornamen und so haben wir die Fritz-Story daraus gemacht", aus dem Roggenbrot wurde „Unser Fritz 1905“ erzählt Marion Beckmann weiter. Positiver Nebeneffekt: Die Absatzmengen für dieses Brot haben sich seither verdreifacht.

Ähnlich verlief die Entwicklung des Schiffsbrotes, ein wohl einzigartiges Brot auf dem deutschen Markt. Jörn Beckmann hat dieses Brot speziell entwickelt. Es wird in Dosen gebacken und ist zwei Jahre haltbar. Vermarktet wird es über Delikatessenhändler oder auch Internetversender.

Mitarbeiter als wichtigstes Kapital

Um dies alles umsetzen zu können, nutzen Marion und Jörn Beckmann konsequent die Werkzeuge aus FührungsEnergie. Begonnen haben sie bei den Mitarbeitern. „Ohne unsere Mitarbeiter wäre ja alles hier nicht möglich", bringt es Jörn Beckmann auf den Punkt. Stellenbeschreibungen und Einstellungsfilter wurden erarbeitet, denn trotz hoher Arbeitslosigkeit ist es schwierig, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Marion Beckmann: „Wir können von Glück reden, wenn wir aus 50 Bewerbungen einen Mitarbeiter finden, der zu uns passt."

Deshalb sehen auch die Stellen-Anzeigen etwas anders aus. Nicht der Beruf steht dabei im Mittelpunkt, sondern es wird der Arbeitsplatz genau beschrieben. Die Beckmanns haben hier die Erfahrung gemacht, dass auch Branchenfremde auf solche Anzeigen reagieren. Ausgebildet werden sie dann betriebsintern, nach einem genauen Einarbeitungsplan. Ein Pate kümmert sich die ersten 6 Monate um das neue Teammitglied.

Jeden Montag treffen sich Marion und Jörn Beckmann mit ihrer Verkaufsleiterin Kirsten Küster, die das Seminar „FührungskräfteEnergie“ im Jahr 2006 besucht hat. Hier werden aktuelle Themen besprochen, genauso wie in den regelmäßigen Besprechungen der engagiertesten Verkäuferinnen und der täglichen Produktionsbesprechung des Backstubenteams.

Das Backstubenteam stellt sich dann auch zu Tadel und Lob der produzierten Ware. Die Verkaufsstellen bewerten täglich die Produkte und geben per Fax eine Rückmeldung. Jörn Beckmann: „Ist etwas schlecht oder auch besonders gut, dann wird dieses besprochen.“  Das ist eine enorme Motivation für unser Produktionsteam, ständig besser zu werden.

Wobei Reklamationen eigentlich nicht passieren dürften, denn jeder weiß, dass nur beste Ware den Betrieb verlassen darf. „Doch Fehler sind auch menschlich", erkennt Jörn Beckmann an. Deshalb gibt es ein ausgefeiltes Reklamationsmanagement. „Ohne Wenn und Aber, bekommt der Kunde das Produkt sofort ersetzt oder sein Geld zurück, wenn er reklamiert." Die Reklamation wird sofort erfasst und an Jörn Beckmann weiter gereicht.

Neben der internen Fehlersuche kümmert er sich aber auch um die Kundenzufriedenheit. Der Kunde erhält einen persönlichen Anruf vom „Chef“, der Reklamationsgrund wird ausführlich besprochen. Zwei Tage später bekommt der Kunde Post aus dem Bäckerland mit einer schriftlichen Entschuldigung und einen Gutschein in angemessener Höhe. Es kommt dann schon einmal vor, das uns begeisterte Kunden anrufen und sich herzlich bei uns bedanken. Wir wissen, darüber wird im Familien- und Freundeskreis gesprochen, also aus einer Reklamation wird Werbung, wie sie besser nicht geht.

Zertifizierte Qualität

SchiffsbrotFestgehalten sind derartige Arbeitsschritte im Qualitätsmanagement-Handbuch der Bäckerei. Im Jahr 2003 wurde Beckmanns Bäckerland von zertifiziert. „Eine unheimliche Motivation für unsere Mitarbeiter“, freut sich Jörn Beckmann. Dennoch hat er auf eine Rezertifizierung verzichtet. „Wir arbeiten weiter danach, doch unsere Großkunden legen keinen Wert auf die Zertifizierung.“

Neben Mitarbeiterfreundlichkeit und -kompetenz legen Marion und Jörn Beckmann in den Läden vielmehr Wert auf ein ausgefeiltes Ladenbaukonzept. Die Fachgeschäfte sind – wieder einmal völlig anders als in der Branche üblich – so gebaut, dass sich die Verkäuferin nicht vom Kunden abwenden muss. Rückwärtige Brotregale gibt es nicht. Der Kunde sieht in der modulartig aufgebauten Theke das ganze Angebot. Ohne das Verkaufsgespräch unterbrechen und den Blickkontakt abbrechen zu müssen, kann die Verkäuferin aus der Theke heraus bedienen.

Das Jahr 2007 steht unter dem Motto Team- und Kundenbegeisterung. Ein externer Trainer schult das Team, um das Thema BeGEISTerung im Bäckerland weiter zu implementieren. Dies alles begeistert natürlich auch die Kunden, ja macht sie sogar zu den besten Botschaftern des Bäckerlandes.

Quelle: SchmidtColleg 2007

 
Die nächsten Termine
FührungskräfteEnergie
24.05.2012 bis 25.05.2012
Schiltach im Schwarzwald, Hansgrohe AG Aquademie
FührungskräfteEnergie
14.06.2012 bis 15.06.2012
AUSGEBUCHT
Mitarbeiter motivieren Kunden begeistern
19.06.2012
Nürnberg, Hotel Schindlerhof
Klick by Klick: Sofortumsatz im Internet!
27.06.2012
Süßen bei Stuttgart, Carl Stahl Akademie
UnternehmerEnergie
27.06.2012 bis 30.06.2012
Bad Häring/Tirol, Hotel Panorama Royal
FührungskräfteEnergie
04.07.2012 bis 05.07.2012
Bad Häring/Tirol, Hotel Panorama Royal
Workshop UnternehmerEnergie
06.07.2012 bis 07.07.2012
Bad Häring/Tirol/Österreich, Hotel Panorama Royal
UnternehmerEnergie
22.08.2012 bis 25.08.2012
Nürnberg, Hotel Schindlerhof
UnternehmerEnergie
19.09.2012 bis 22.09.2012
Bad Häring/Tirol, Hotel Panorama Royal
MitarbeiterEnergie
19.09.2012
Schiltach im Schwarzwald, Hansgrohe AG Aquademie
FührungskräfteEnergie
20.09.2012 bis 21.09.2012
Schiltach im Schwarzwald, Hansgrohe AG Aquademie
Einfach anders kommunizieren
09.10.2012
Süßen bei Stuttgart, Carl Stahl Akademie
Erfolgreich überzeugen
10.10.2012
Herne/Westfalen, Haranni Academie
FührungskräfteEnergie
15.10.2012 bis 16.10.2012
Nürnberg, Hotel Schindlerhof
MitarbeiterEnergie
17.10.2012
Nürnberg, Hotel Schindlerhof
Vom Kunden zum Fan!
18.10.2012
Herne/Westfalen, Haranni Academie
CollegTage
19.10.2012 bis 20.10.2012
Bayreuth, Arvena Kongresshotel
UnternehmerEnergie
23.10.2012 bis 26.10.2012
Nürnberg, Hotel Schindlerhof
Die Kunst des Bewerbungsgespräches
25.10.2012
Süßen bei Stuttgart, Carl Stahl Akademie
Klick by Klick: Sofortumsatz im Internet!
06.11.2012
Nürnberg, Hotel Schindlerhof
 
Aktuelle Seite drucken: