Mareis - FirmenlogoBusiness Health Concept bei Bäckerei Mareis

Gesundes Brot von und für gesunde Menschen

Gesunde Menschen tragen wesentlich dazu bei, auch das Unternehmen, in dem sie beschäftigt sind, gesund zu erhalten. Umgekehrt ist es Aufgabe des Unternehmers, sich um die Gesundheit seiner Mitarbeiter Gedanken zu machen. Das SchmidtColleg Business Health Concept fordert und fördert gesunde Menschen für gesunde Unternehmen – von der Analyse bis zur kontrollierten Ausführung. Die Leis-tungsfähigkeit eines jeden Einzelnen ist es, die sich in Arbeitsproduktivität und Betriebsergebnis widerspiegelt, nicht immer in Zahlen messbar, jedoch durch geringere Ausfallzeiten, steigende Qualität oder höhere Motivation der Mitarbeiter spürbar. Bereits seit gut einem Jahr  sammelt die niederbayrische Bäckerei Mareis (http://www.mareis.com/) Erfahrungen mit dem Präventiv-System - durchweg positive.

Anton MareisGenuss und Gesundheit in der modernen Esskultur zu vereinen ist das Anliegen der Bäckerei Mareis in Vilsbiburg. Damit Brot und Brötchen gesunde Energie liefern können, werden nur beste Zutaten aus der Region verarbeitet, Natursauerteig wird selbst gemacht und auf fertige Backmischungen wird gänzlich verzichtet. Zahlreiche Auszeichnungen für Produkte und Unter-nehmen belegen dies. Aber nicht nur die Gesundheit seiner Kunden ist Firmenchef Anton Mareis eine Verpflichtung. Genauso liegt ihm die Gesundheit seiner Mitarbeiter am Herzen. Dabei ist seine Crew in der Bäckerei und den elf Verkaufsfilialen  In Vilsbiburg und Landshut schon überdurchschnittlich fit. Seit Jahren dokumentiert sich das in einem ungewöhnlich niedrigen Krankenstand. Quasi als Dank dafür und als kleine Belohnung für den verantwortungsvollen Umgang mit der eignen Gesundheit bot er allen Mitarbeitern die kostenfreie Teilnahme am Gesundheits-Check an. Im Januar 2008 startete die Aktion.

Den Trend umkehren

Wenn Beschäftigte eines Unternehmens krank werden, entste-hen Kosten für den Betrieb und das soziale System. Motivation, Wir-Gefühl und Teamfähigkeit leiden. Laut der amerikanischen Lerner-Studie kosten in den USA die Folgen von Herzinfarkt, Übergewicht, Rückenbeschwerden und Atemwegserkrankun-gen die Unternehmen pro Jahr und Mitarbeiter zwischen € 1.350,- und € 3.450,-. Nicht viel anders sieht die Situation in Deutschland aus. Trotz ausreichenden medizinischen Wissens, nehmen Zivilisationskrankheiten rasant zu. Dieser Entwicklung gilt es entgegenzuwirken. Zeit und Energie, die der Einzelne seinem Körper widmet - von der gesunden Ernährung, über Stressmanagement bis hin zu ausreichend Bewegung - kommen einer Investition in die persönliche Gesundheit gleich. Doch oft bleibt es bei den guten Vorsätzen. Gerade bei beruflich beanspruchten Menschen erfolgen diese in zu geringem Maße oder fallen gänzlich unter den Tisch.

Gesunde Unternehmen brauchen gesunde Mitarbeiter

In Zeiten, wo Krankenkassen immer mehr Leistungen streichen, ist eine umfassende Bestandsaufnahme der persönlichen Fitness und Gesundheit umso höher einzuschätzen. Diese Möglichkeit bietet Anton Mareis seinen Mitarbeitern mit dem SchmidtColleg Business Health Concept. Das mobile Gesundheitsmanagement kommt direkt in die Unternehmen. Abgestimmt auf die Voraussetzungen vor Ort wird zunächst eine Analyse erstellt. Zielplanung und individueller Projektplan bauen darauf auf. Für jeden der 40 Teilnehmer der Bäckerei Mareis stand am Anfang des Programms ein professioneller 120 Minuten-Check-up zur Feststellung der persönlichen Fitness und Gesundheit:

  • umfangreiche Blutuntersuchung zur frühzeitigen Erkennung schwerwiegender Krankheiten,
  • Herz-Kreislauftest (IPN) zur Bestimmung der individuellen Leis-tungsfähigkeit,
  • Bioelektrische Impedanzanalyse zur Feststellung der Körper-zusammensetzung,
  • 3D-Wirbelsäulenanalyse, ein Lungenfunktionstest, eine Herzinfarkt-Risikoanalyse (PROCAM SCORE),
  • 3D-Herzstressmessung,
  • intensive Nachbesprechung der persönlichen Ergebnisse.

Für den reibungslosen Ablauf wurde ein Büro zur ärztlichen Diagnose-Praxis umfunktioniert – schließlich rollte das Business Health Team mit dem kompletten Equipment in Vilsbiburg an. Diese Integration in den Betrieb sowie das anschließend gebo-tene Frühstück – Blutabnahme erfordert bekanntlich Nüchternheit – kennzeichnete von Anfang an die positive Atmosphäre. Besondere Aufmerksamkeit wurde den betriebsspezifisch sowohl in der Backstube als auch in den Verkauffilialen häufig auftretenden Rückenbeschwerden gewidmet. Neben den persönlichen Empfehlungen, die jeder Teilnehmer individuell umsetzt, entstand schon bald aus den Reihen der Belegschaft die Mareis-Sportgruppe. Isabelle Kelm, Bäckerei-Fachverkäuferin  mit Ausbildung als Fitnesstrainerin, rief den Kurs in Eigeninitiative in Leben. Seitdem treffen sich jeden Mittwoch um 19.00 Uhr zehn bis fünfzehn Frauen unter Anleitung der engagierten Mitarbeiterin zur sportlichen Aktivität, je nach Wunsch und Laune: Bauch-Beine-Po-Training, Step-Aerobic oder Walking. Das gemeinsame Trainieren ist nicht nur aus sportlicher Sicht eine Super-Angelegenheit. Ganz nebenbei verbessert die Gesundheitsaktion die Betriebs-Kommunikation: Mitarbeiter aus allen Bereichen – Verwaltung, Backstube,  Verkauf - lernten sich so (besser) kennen oder trafen sich überhaupt zum ersten Mal. „Wir sind dadurch noch mehr zur Mareis-Familie“ geworden“, resümiert der Bäckermeister. „Wir reden mehr miteinander, erfahren Neues und erhalten dadurch Anregungen, aber auch Kritik, die uns dabei hilft, noch besser auf die Wünsche unserer Kunden und Mitarbeiter einzugehen“. Eine Besonderheit der Bäckerei Mareis Belegschaft ist sicher der hohe Frauenanteil – von 120 Mitarbeitern sind nur 15 männlich. „Noch dominanter sind die Frauen im unserem Gesundheitsprojekt vertreten. Hier liegt das Verhältnis 38:2. Außer einem Fahrer bin ich der einzige männliche Teilnehmer“, lacht der Chef, der sich auch seiner Vorbildfunktion bewusst ist und nicht nur das Gesundheits-Engagement „seiner“ Frauen schätzt.

Eigenverantwortung und Datenschutz

Erfreulich ist, was der verantwortliche Leiter des SchmidtColleg Business Health Concepts, Tom Aigner, in seinem Zwischenbericht anlässlich der Zweituntersuchungen nach einem Jahr dokumentieren kann, wie z. B. die Reduzierung der Raucherquote, ohne spezielles Entwöhnungsangebot. Verbessert haben sich vor allem die Werte bei Herzzustand und Herzstress. Positiv entwickelten sich auch die Ergebnisse bei Rumpfmuskulatur und der Ausdauertrainingszustand der Probanten. Diese pauschalen Angaben beziehen sich auf die gesamte Gruppe. Die Einzeler-gebnisse dagegen werden mit jedem Teilnehmer persönlich besprochen und sind auch nur diesem zugänglich.

Datenschutz ist enorm wichtig – man denke nur an die Schlag-zeilen über Mitarbeiter-Bespitzelung in jüngster Zeit – und es erfordert gegenseitigen Respekt und Vertrauen, wenn es um so persönliche Dinge wie die Gesundheit geht. Anton Mareis hat diesen Aspekt bereits bei der Aufklärungs-Information, mit der er für die Gesundheitsaktion warb, ganz deutlich herausgestellt. Ihm als Unternehmer liegt die Gesundheit seiner Mitarbeiter am Herzen, nicht ihre Daten. Und auch die Verantwortung für ihr Wohlbefinden kann er nur bedingt übernehmen, indem er die Kosten für den Gesundheitscheck trägt. Doch erst die Bereitschaft und das Verhalten jedes Einzelnen machen das Vorsorgeprogramm zu einem Erfolg versprechenden Instrument für ein gesundes Unternehmen.

Zeit für Gesundheit

Um in der Backstube Mareis zu bleiben, die sich dem SlowBaking verschrieben hat: Der Teig muss ruhen und reifen. Ähnlich verhält es sich beim Business Health Concept: Ernäh-rungsumstellung, Verzicht auf Genussmittel und sportliche Betätigung sind längerfristig angelegt, um ihre Wirkung zu entfalten.

Der lateinische Spruch „Mens sana in corpore sano“, also dass in einem „gesunden Körper auch der Geist gesund ist“, ist den meisten Menschen bekannt. Im Orient sagt man umgekehrt, dass ein gesunder Geist einen gesunden Körper erzeugt. In welcher Reihenfolge auch immer – was für das Individuum gilt, gilt mindestens ebenso für Unternehmen. Nur gesunde Mitarbeiter können auf Dauer Leistung und Qualität bringen und somit eine Grundlage für die Weiterentwicklung des Unternehmens bilden. Das Ziel ist für alle klar definiert: Durch Maßnahmen im Gesundheitsbereich steigt nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch das Engagement der Mitarbeiter als Basis zur Erreichung der Unternehmensziele.

Wichtig bei der betrieblichen Gesundheitsprävention ist, die Einbindung in eine möglichst ganzheitliche und langfristige Strategie. Bäcker Mareis hat allen Grund zur Zuversicht, wenn er sagt: "Wir backen’s“

 
 
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